Mein geheimnisvoller Nachbar - Chinese

Eine Kamera in der Hand und ein Lächeln im Gesicht – so stellen sich viele Deutsche den typischen Chinesen vor. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Bild?
In der Bundesrepublik leben rund 86.500 Chinesen. Trotzdem wissen wir oft nicht mehr über sie, als dass sie vorzügliche Ente in Orangensoße zubereiten. Auch im Restaurant von Familie Wang steht dieses Gericht auf der Speisekarte. Vor über zwanzig Jahren kamen sie nach Deutschland. Ihre chinesischen Wurzeln sind den Wangs auch heute noch sehr wichtig. Galileo begleitet die sympathische Familie in ihrem Alltag und entdeckt dabei eine faszinierende Kultur.  

Interview mit der Redakteurin:
Wieso dieses Thema?
Die chinesische Küche zählt zu den beliebtesten Möglichkeiten, wenn es darum geht, auswärts zu essen. Ob zum Mittag- oder zum Abendessen – gerne lassen wir es uns in den unzähligen chinesischen Restaurants gut gehen. Den chinesischen Kellner und seine Kultur kennen aber nur die wenigsten. Eigentlich komisch, denn immerhin leben weit über 86.000 Chinesen hier in Deutschland! Und deren Alltag dreht sich um weitaus mehr als um Fotokameras und Ente süß-sauer.

Wie war´s beim Dreh?
Zwei Drehtage durfte unser Team mit den Wangs verbringen. Dabei hat die Familie uns sehr viel über die chinesische Kultur beigebracht – ihre Sprache, Hobbies, die Küche und die traditionellen Feste. Besonders viel konnten wir aber ganz nebenbei über die Mentalität der Chinesen erfahren. Sie sind fleißig, hilfsbereit, verlässlich und vor allem unheimlich gastfreundlich.  
Jeden Tag ein frisch gekochtes Mittagessen für das Kamerateam – das war eine Selbstverständlichkeit für die Wangs. Obwohl sie uns vorher nicht kannten, haben sie uns zum Mondfest – einem traditionellen Fest, das eigentlich nur mit der Familie und Freunden gefeiert wird - herzlich empfangen und uns damit einen ganz privaten Einblick in ihren Alltag erlaubt.

Was weiß ich jetzt besser?
Die Sitten und Bräuche der Chinesen sind wirklich sehr anders als die deutschen – so viel ist sicher. Nehmen wir zum Beispiel die Tischsitten: Schon morgens kommt bei den Chinesen etwas Deftiges auf den Tisch, etwa eine Nudelsuppe. Verschiedene Gänge werden nicht etwa nach einander serviert, sondern alle gleichzeitig. Die Suppe essen die Chinesen erst zum Schluss. Gut zu wissen: Wer etwas auf dem Teller lässt, wird von seinem chinesischen Gastgeber nicht dumm angeschaut. Im Gegenteil: Er gilt als höflich. Denn er zeigt damit, dass er satt geworden ist, also gut bewirtet wurde. Was unser Team aber vor allem gelernt hat: Kein Chinese ist böse, wenn man die Sitten seiner Kultur nicht kennt. Stattdessen freut er sich, wenn man ihn fragt und er sie einem erklären kann.

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