Silber aus Röntgenbild

Jeder hat sie zu Hause zu liegen: Röntgenbilder. Im Schnitt 1,5 werden von jedem Bundesbürger im Jahr produziert – zusammen über 100 Millionen.

Die meisten Röntgenaufnahmen müssen 10 Jahre lang aufgewahrt werden – und landen dann im Müll.

Was keiner weiß: In Röntgenbilder schlummert ein Silberschatz. Doch wie viel von dem Edelmetall steckt in Röntgenbilder, und wie kommt  man daran?

Galileo verfolgt den aufwendigen Prozess, wie Recyclingfirmen das rare Silber aus den Bildern gewinnen. Dabei sind etwa 300 Kilogramm Röntgenbilder nötig, um etwa 1 Kilo Silber zu gewinnen.

Der Weg der Thoraxaufnahme zum Silberschmuck – eine ungewöhnliche Umwandlung.

Links zum Beitrag:
Recyclingunternehmen
Schmuckdesignerin mit Fair-Trade Silber
Kupfer- und Edelmetallschmiede

Interview mit dem Redakteur:

Wieso dieses Thema?
Ein altes Telefon war der Ausschlag. Auf dem Weg zum Wertstoffhof sprang mir der ungewöhnliche Container ins Auge: Röntgenfilme zum recyceln, davon hatte ich noch nie gehört. Und wie sich herausstellte, die allermeisten Leute, denen ich davon erzählte, auch nicht.

Wie war´s beim Dreh?
Da in Röntgenbilder das kostbare Silber steckt, waren im Vorfeld etliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Auch wenn der Marktwert für Silber in den letzten Jahren wieder stark sank, in der Silberscheideanlage durfte kein Mitarbeiter gefilmt werden, nur der Betriebsleiter.

Was weiß ich jetzt besser?
Es lohnt sich leider für einen persönlich nicht, zu versuchen, aus seinen drei bis vier Röntgenbildern das Silber rauszukratzen. Viel zu wenig, viel zu aufwendig…. Nur die Masse macht’s halt.

Und zum Schluss:
Ein großer Dank geht an die EV-GmbH, mit der wir den Recyclingprozess drehen durften. Zuerst wollten sie nicht, dass man bei Ihnen dreht – wie viele andere Firmen auch – aber nach ein paar Gesprächen und einem netten Treffen haben sie sich zum Glück anders entschieden und fanden es auch spannend, wenn wir den Prozess begleiten.

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