Fragebogen

Galileo Spezial: Fragebogen

Was dachtet Ihr, als Ihr zum ersten Mal von der Idee gehört habt?

Harro: Wenn ich ehrlich sein soll, dachte ich: "Oh mein Gott!" Da ich privat nur sehr wenig mit dem Bus fahre und eher die Bahn oder für kürzere Strecken das Fahrrad favorisiere, hatte ich auch ein wenig Angst. Denn wenn man mal mit dem Bus fährt, weiß man auch, dass längere Strecken ganz schön nervig sein können - es gibt ja so viele Haltestellen. Und das gilt ja dann für vergleichsweise "kurze" Wege innerhalb eines Regionalverbands. Kein normaler Mensch würde bei Langstrecken als erstes mit Linienbussen planen - und die Bahn durften wir ja nicht nehmen...

Elena: Mein erster Gedanke war: „Das schaffen wir nie!“ Und mein zweiter: „Ich muss irgendwie schneller sein als Harro!“

 

Wie war das Busfahren?

Elena: Habe mich gefühlt, wie im Heimatfilm „So schön ist Deutschland“. Ich gurkte ja mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h durch Ecken, von denen ich keine Ahnung hatte…teilwiese wirklich wunderschön! „Quetschendörfer“ ohne Ende… Idylle pur und einfach die totale Entschleunigung. Blöd nur, dass ich es eilig hatte…

Harro: Am Anfang war es ja ganz spaßig. Aber mit zunehmender Zeit wurde es auch sehr anstrengend! Irgendwann bekommt man dann nämlich den berühmten "Kino-Arsch". Das sitzen tut dann ganz schön weh... Aber alles in allem - ohne irgendetwas vorweg zu nehmen - war es eine klasse Sache. Die meisten Leute die ich treffen durfte, egal ob Busfahrer oder Gäste, waren sehr hilfsbereit und nett.

 

Was war das Schlimmste auf der Reise?

Elena: Das Schlimmste war ganz eindeutig, dass Busse und Bushaltestellen sehr selten über Toiletten verfügen.

Harro: Die Ungewissheit! Außerdem folgende Fragen: Wie weit ist Elena? Bekomme ich den Anschluss? Oder die ständige Antwort auf meine Frage wie es weiter geht: "Nehmen sie doch einfach die Bahn!" "NEIN ich darf die Bahn nicht nehmen, aber DANKE für den Tipp!" Und natürlich die elende Sitzerei...

 

Das lustigste Erlebnis?

Elena: Es war eher eine sehr verlässliche lustige „Erlebnisreihe“. Hauptdarsteller: mein Kameramann Frank… Wann immer wir im Bus gedreht haben (also eigentlich die ganze Zeit), ich mich unterhalten oder ich einfach zum Fenster rausgeschaut habe, hat´s plötzlich irgendwann einen Schlag getan. Gleichzeitig schoss mein Kameramann entweder von links nach rechts, von vorne nach hinten oder auf mich drauf. Schuld waren Kurven, Stopp-Schilder, Ampeln und manchmal wohl einfach Gleichgewichtsstörungen Am Ende hat Frank die Busreise aber unverletzt überlebt – abgesehen von ein paar blauen Flecken. Dafür hat er aber für sehr viele Lacher gesorgt… ein bisschen Schwund ist immer….

Harro: Ein netter Busfahrer in Hamburg, der mich mit einer Durchsage über sein Mikrofon in seinem Bus persönlich begrüßt und vorgestellt hat... Das war lustig aber auch ein bisschen peinlich!

 

Wie war die Reise im Rückblick?

Harro: Kurz nach diesem Abenteuer habe ich mir geschworen nie wieder mit dem Bus zu fahren! Aber nach ein oder zwei Wochen hatte sich dieses Gefühl wieder gelegt.

Elena: Toll! Wir hatten in unserem Team eine super Stimmung und ich habe Deutschland mit ganz anderen Augen „erfahren“. Wenn ich mal Zeit habe, fahre ich diese Strecke mit dem Fahrrad ab (bin ich wahrscheinlich sogar schneller)!

 

Was ist euer Tipp für „Nachahmer“?

Harro: Busfahren ist schön, aber wenn Ihr weiter wegfahren wollt, seid froh dass Ihr die Bahn nehmen dürft und nutzt das auch ;-)

Elena: Entspannt euch! Und immer wenn ihr meint, ihr wärt in einer Sackgasse und es geht nicht weiter: es kommt immer noch ein Bus – und wenn´s erst am nächsten Tag weitergeht!

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