So 12.01.2014, 19:05

Galileo Spezial - Costa Concordia: die größte Schiffsbergung aller Zeiten

Was macht die Bergung der Costa Concordia so kompliziert? Welche Herausforderungen muss das Team um Bergungsleiter Nick Sloane meistern? Unter welchen Spätschäden des Unfalls leiden die Anwohner noch heute?

„Galileo“-Moderator Stefan Gödde besucht zum zweiten Jahrestag der Schiffskatastrophe für „Galileo Spezial – Costa Concordia: Die größte Schiffsbergung aller Zeiten“ die Unglücksstelle vor der italienischen Insel Giglio. Zwei Jahre lang hat das Kamerateam die Bergungsarbeiten begleitet. Um herauszufinden, wie es jetzt auf dem Schiff aussieht, schickt „Galileo Spezial“ auch eine eigene Kamera-Drohne über die Costa Concordia. Das Wissensmagazin zeigt neue Perspektiven und spektakuläre Aufnahmen des havarierten Schiffs.

Von Bergungsleiter Nick Sloane lässt Stefan Gödde sich erklären, aus welchen Gründen die Costa Concordia noch immer nicht geborgen ist und mit welchen Hürden und Risiken die Experten vor Ort zu kämpfen haben. Außerdem spricht „Galileo“ mit dem deutschen Überlebenden Christian Raffler, der dafür an den Ort zurückkehrt, an dem er beinahe sein Leben verlor.

Interview mit dem Redakteur:
Wieso dieses Thema?
Die Costa Concordia war eines der spektakulärsten Schiffsunglücke der vergangenen Jahre. Jeder kennt noch die Bilder und das obwohl die Katastrophe jetzt zwei Jahre her ist. Es war spannend, den verschiedenen Facetten nachzugehen, denn das Thema hat viele interessante Aspekte – technische etwa, zum Beispiel die Frage, warum das Schiff immer noch nicht geborgen ist. Aber es hat natürlich auch menschliche Aspekte, etwa den, wie die Betroffenen mit den Folgen des Unglücks leben.

Wie war’s beim Dreh?
Wir waren insgesamt drei Mal vor Ort – vor dem Aufrichten, zum Aufrichten und dann noch einmal im Dezember 2013. Es war jedes Mal spannend – immer aus unterschiedlichen Gründen. Beim Aufrichten gab es ein riesiges Presseaufgebot - ich glaube, es gibt nicht viele Events dieser Größenordnung mit Teams aus aller Welt. Es war sehr spannend, die Aktion mitzuerleben und auch eine Herausforderung, Exklusiv-Interviews zu bekommen, wie beispielsweise das Interview, das Stefan Gödde nur wenige Stunden nach dem Aufrichten mit dem Bergungsleiter Nick Sloane geführt hat. Enttäuschend war dagegen, dass wir unseren Drohnenflug bei unserem letzten Dreh im Dezember trotz Sondergenehmigung des Gerichtes in Grosseto nicht umsetzen durften.

Was weiß ich jetzt besser?
Mich hat ehrlich überrascht, dass es möglich ist, ein solch riesiges Schiff in einem Stück zu bergen. Es ist, das muss man anerkennen, wirklich eine große Leistung der Experten, die viele nicht für möglich gehalten haben.

Und zum Schluss:
In Erinnerung geblieben ist mir die besondere Stimmung direkt nach dem Aufrichten. Es war sehr früh am Morgen, die Operation war nicht einmal eine Stunde beendet und fast die ganze Insel war auf den Beinen. Das Bergungsteam hat seinen Erfolg in einer Bar gefeiert, das war eine sehr schöne Stimmung. Wir haben den Bergungsleiter aus der Bar herausgeholt und ihn interviewt. Es war schön zu sehen, wie groß die Freude nach dem Gelingen der Operation war – nicht nur beim Bergungsteam, sondern vor allem auch bei den Gigliesi. 

Mehr Episoden im Episodenguide

Ganze Folge

Letzte Minuten der Costa Concordia

Schreckliche Erinnerungen

Mehr Bilder mit Hilfe von Drohne

Zeitreise in die Vergangenheit

Die schlimmsten Schiffsunglücke aller Zeiten

Beim Unglück der Costa Concordia am 13. Januar 2012 kommen 32 Menschen ums Leben, darunter sind auch 12 Deutsche. Doch es gibt viele Schiffsunglücke, bei denen weit mehr Menschen ihr Leben verloren und nicht an alle erinnert man sich bis heute.

Zum Artikel

Kommentare

Ganze Folgen