Goldgräber in Alaska

Goldgräber in Alaska

"Eine Unze muss ich in der Woche finden. So viel brauche ich zum Überleben", erzählt Johnny Wilson im Auto auf dem Weg zu den Goldsand-Stränden Alaskas. "In Nome kannst Du schnell bankrottgehen. Das Leben ist hier extrem teuer." Der Texaner ist in das berühmte Goldrausch-Städtchen an der Beringsee gekommen, um dort Gold zu finden. Obwohl die wilden Zeiten schon mehr als hundert Jahre zurück liegen, ziehen aktuelle Gold-Funde wieder Glücksritter aus der ganzen Welt an. Johnny ist so einer, hat sich mehrere Tausend Dollar zusammengepumpt und ist den langen Weg aus seiner texanischen Heimat Houston mit Auto und Schiff gefahren, um hier auf einen Schlag reich zu werden. Aber er hat ein Problem: Sein Equipment ist noch in einem Container auf einem Frachter eingesperrt, der schon längst da sein müsste, aber wegen angeblich fehlender Papiere internationale Wasserwege nicht passieren darf und nun im weit entfernten Seattle festhängt. "Ich muss jede Gelegenheit ergreifen um an Gold, also an Geld, zu kommen." 1350 US$ ist die Unze bei sinkenden Goldpreisen derzeit wert. Das meiste Gold wird in Nome derzeit am Meeresgrund gefunden. Beim sogenannten Gold-Dredging saugen die modernen Goldjäger im Tauchanzug den Meeresboden in Küstennähe in etwa drei Meter Tiefe mit einem Rohr ab. Das Gestein wird nach oben auf ein Boot gepumpt und dort gewaschen. Weil Gold 19-fach schwerer als anderes Gestein ist, bleibt das Edelmetall in Auffang-Teppichen hängen. Der Rest wird wieder in die sieben Grad Celsius kalte Beringsee zurückgeschwemmt.  Johnny ist ein Kapitän ohne Schiff und sitzt auf dem Trockenen. Deswegen ist er darauf angewiesen, dass andere Goldsucher ihn unterstützen. Sein Sohn Jonathan und dessen Schulfreund Jacob begleiten den 47-jaehrigen Johnny Wilson, der eigentlich Schreiner ist, sich aber mit einem großen Fund von allen Sorgen befreien und große Träume verwirklichen will: "Ein eigenes Haus und es sich gut gehen lassen! Glücklich werden!"

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