Interview mit dem Redakteur

Goldschmelzen
Goldschmelzen

Wieso dieses Thema?
Glücksrittertum ist für mich so etwas wie eine Lebenseinstellung. Nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir wollten zeigen, ob man mit dieser Einstellung zum Erfolg kommt. Und beim Goldsuchen kommt diese Lebenseinstellung am stärksten zur Geltung. Wir wollten Menschen ganz nah zeigen, die ihr Leben auf dem Glauben an den einen großen Fund bauen und dabei ihre Freiheit, ihre Existenz und ihre Gesundheit riskieren.

Wie war's beim Dreh?
Wir haben eine Woche in Alaska gedreht. Und dann noch eine Woche in der Mongolei. In beiden Ländern waren wir weit ab vom Schuss. Ich persönlich liebe ja diese Abgelegenheit. Die Landschaft und das Wetter sind ganz besonders. Und die Drehtermine werden so zu Abenteuern. Am stärksten haben mich die selbstgegrabenen Gruben der Ninjas beeindruckt. Gleichzeitig war uns sehr unwohl, als wir an diesem gefährlichen Ort gedreht haben.
Ansonsten musste ich über unseren Hauptprotagonisten Johnny innerlich sehr häufig den Kopf schütteln. So jemanden nennt man wohl liebenswerten Chaoten. Als wir am Drehort feststellten, dass er gar nicht tauchen kann, war ich sehr überrascht. Für einen langen Moment gab es ein peinliches Schweigen auf dem Boot. Damit hatte keiner gerechnet.

Was weiß ich jetzt besser?
Dass der Traum vom schnellen großen Glück nur ein Traum ist. Wer es als Goldgräber zu etwas bringen will, muss hart und ungemein diszipliniert arbeiten. Goldtaucher Ian sagt es ja so ähnlich in einem Interview. Er selbst arbeitet sechs Tage in der Woche. Oft bleibt er sieben Stunden non-stop unter Wasser und kommt erschöpft und mit mächtigen Schwimmhäuten an den Fingern wieder aus dem Wasser.
Häufig findet man nichts. Wirklich reich werden nur ganz wenige. Aber, die Goldgräber führen dafür ein aufregendes und in vielerlei Hinsicht freies Leben. 

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