© Kevin Richardson
Im Internet hat Galileo zwei Fotos gefunden. Sie zeigen einen Mann, der sich in der Savanne auf dem Sandboden kauert, während zwei Löwen sich auf ihn stürzen. Galileo hat den Mann gesucht und gefunden. Er hat uns mit zu dem Ort genommen, wo alles passiert ist – und die Löwen für uns noch einmal angelockt.
Ein Interview mit unserem Redakteur zum Thema:
1. Wie haben Sie diese Situation überlebt, Herr Richardson?
Kevin Richardson: Ohne einen einzigen Kratzer! Ich kenne die Löwen, seit sie klein sind. Aber Sie haben recht, es war keine völlig ungefährliche Situation. Im Gegenteil: wenn sich zwei 180-Kilo-Löwen auf dich stürzen, dann ist das niemals ungefährlich.
2. Warum haben die Raubtiere Sie nicht getötet?
Kevin Richardson: Im Galileo-Bericht haben wir die Situation noch einmal genauso erlebt wie auf den Fotos! Der Kameramann musste in einen Käfig klettern, sonst hätte er die Situation nicht überlebt. Warum mir nichts passiert ist, weil ich mich richtig verhalten habe, zeige ich in dem Galileo-Film.
3. Wie kann man als Mensch mit Löwen leben?
Kevin Richardson: Ich unterscheide mich von den meisten anderen Löwenhaltern darin, dass meine Tiere keine Kunststücke machen müssen oder dressiert sind. Ich lasse Sie leben wie sie sind. Ich habe ein Buch geschrieben, indem ich genau erkläre, wie alles begonnen hat und wie ich immer mehr Zeit mit den Tieren in der Savanne verbracht habe. Ich respektiere den Charakter der Tiere und dränge keines zu irgendetwas, das es nicht will. Deshalb fühle ich mich auch sicher.
4. Haben Sie nie Angst?
Kevin Richardson: Es gab mal eine Situation, da hat mich ein männlicher Löwe in den Arm gebissen. Für ein paar Sekunden dachte ich in dem Moment: „Jetzt ist es aus!“. Aber er hat wieder losgelassen. Es war eine Warnung. Er fühlte sich von mir zu stark bedrängt.
5. Ihnen gehören 28 Löwen und ein riesiges Land, wie finanzieren Sie das alles?
Kevin Richardson: Das Land habe ich gepachtet, die Löwen kosten zusammen mit Medikamenten und Versorgung ungefähr 20.000 Euro im Monat. Ich wollte aber niemals mein Reservat für den Massentourismus öffnen. Jetzt bauen wir aber gerade doch eine kleine Lodge für kleine Touristengruppen auf dem Gelände. Mit der Lodge und dem Geld durch mein Buch hoffe ich, die Löwen weiter finanzieren zu können.
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