Galileo Zusatzinfos 13. November 2009

Die Todesleiter

Damit wir im Warmen und Hellen auf dem Sofa gemütlich fernsehen können, dürfen besondere Menschen das Risiko nicht scheuen. Für die Männer der Harz-Energiebetriebe stellt sich fast täglich eine Mutprobe an einem ungewohnten Ort. Denn ihren Strom erzeugen sie tief unten in der Erde in einem kalten und dunklen Schacht. Um zu den Generatoren zu gelangen, bewegen sich die Männer viele Male am Totpunkt.
 

Fahrkunst Todesleiter

Zwei Galileo-Reporter begleiten diese Männer bei ihrem täglichen Einsatz auf der „Fahrkunst“. Zwei Drahtseilpaare, mit Griffen und Tritten daran, bewegen sich gleichmäßig auf und ab. Wenn die Trittbretter auf gleicher Höhe stehen (Totpunkt), hat man eine Sekunde Zeit, um die Seite zu wechseln. So hangelt man sich von Totpunkt zu Totpunkt und fährt nach unten.
Dieser paternosterartige Personenbeförderer ist der letzte seiner Art. Weltweit ist die Fahrkunst in St. Andreasberg die einzige, die noch funktionstüchtig ist und die genutzt wird, um zu zwei Wasserkraftwerken in alten Silberbergwerkstollen zu gelangen.
 

 

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