Wunderwelt Wissen - Entertain your brain
Wunderwelt Wissen:
Entertainment fürs Gehirn
Wunderwelt Wissen erscheint seit August 2010 monatlich und inszeniert das Neueste aus der Welt der Wissenschaft – unterhaltsam und bilderstark gemäß dem Claim: Entertain your brain!
Wunderwelt Wissen ist für neugierige Menschen, die sich von außergewöhnlichen Themen und einer einzigartigen Bildsprache begeistern lassen; für Menschen, die oft überraschende Antworten auf Fragen aus der Wissenschaft, Natur und Geschichte wissen wollen und sich gerne von Neuentdeckungen unterhalten und inspirieren lassen.
Wunderwelt Wissen erscheint monatlich mit großem Galileo-Sonderteil!
WUNDERWELT WISSEN deckt auf, was wirklich dahinter steckt
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Was dich noch erwartet:
Ein Monster ohne Biss
Tiefsee-Drachenfische sehen furchterregend aus: Ihre langen, spitzen Zähne scheinen mit der Beute kurzen Prozess zu machen. Doch die Fische sind Blender, denn ihr Biss kann kaum etwas bewirken, wie Harvard-Biologe Christopher Kenaley nun herausfand. Alle Vertreter der Familie Stomiidae haben schwache Kiefermuskeln, die kaum Bissdruck entwickeln können und sich auch noch sehr langsam schließen.
Bis zu einer Sekunde dauert das Zuschnappen, wie Kenaley an einem Computermodell nachwies; das gibt den meisten Beutefischen ausreichend Zeit zu entkommen. Die langen Zähne dienen eher als Zäune, die der gefangenen Beute den Weg ins Freie versperren.
Sprachgenies entzaubert
In diesem Urlaub soll es endlich klappen mit Ihrem gepaukten Italienisch oder Ihrem Volkshochschul-Spanisch? Dann holen Sie sich Tipps von den Besten: Der italienische Kardinal Giuseppe Mezzofanti soll 68 Sprachen gesprochen haben; aktuell gilt der Liberianer Ziad Fazah mit 58 Sprachen als polyglottester Mensch der Welt.
Auch wenn er seine Fähigkeiten in mehreren Fernsehshows unter Beweis
gestellt hat: Claire Kramsch, Linguistin an der Universität von Kalifornien, glaubt nicht daran, dass auch begabteste Menschen wirklich mehr als vier oder fünf Sprachen gut beherrschen können. Um die kulturellen Nuancen einer Sprache zu verstehen, sei ein ständiger Kontakt mit Muttersprachlern nötig. Der Journalist Michael Erard dagegen, der für sein neues Buch viele moderne Sprachgenies interviewt und auch die mehrsprachigen Aufzeichnungen des italienischen Kardinals untersucht hat, ist einem Trick auf die Spur gekommen: Die Vielsprecher sind, bei allem Talent, große Pragmatiker.
Es geht ihnen um Verständigung, nicht um die richtige Aussprache oder perfekte Grammatik. Wir alle können von ihnen lernen – die Zauberformel lautet, nicht im stillen Kämmerlein zu büffeln, sondern einfach draufloszuplaudern. Nur Mut! Coraggio! Coraje!