Interview mit Markus
"Ich war der typische Existenzpaniker"
Markus, warum warst Du nicht glücklich?
Markus: Meine Welt ist schon seit der Grundschulzeit die Bühne und die Musik. In den folgenden Jahren sind aber auch sehr viele meiner Träume geplatzt. Und das hat zu einer Angst geführt, die Neues oft gar nicht erst zugelassen hat.
Was hat sich jetzt geändert?
Markus: Durch den Zuspruch von Richard de Hoop ("Glücksreport"-Coach; d. Red.), aber auch durch Florian (Teilnehmer beim "Glücksreport"; d. Red.), der für mich sehr wichtig geworden ist, habe ich den Mut gefasst, für die Sachen einzustehen, die mir am Herzen liegen. Und tatsächlich ist es mir gelungen, dass nun zwei "Hörspielbücher" zu meiner Kinderbuchreihe erscheinen. Ich habe alle elf Stimmen aus dem Buch selbst eingesprochen und kann auch weiterhin alle Inhalte bestimmen. Das bedeutet für mich Glück.
© ProSieben/Benedikt Müller
Wie hat Dir Richard de Hoop geholfen?
Durch ein ganz simples Tool: durch Musik. Ich war anfangs sehr skeptisch, weil ich mit den vielen esoterischen Ansätzen, die es heute gibt, überhaupt nichts anfangen kann. Richard und ich haben aber über die Musik den richtigen Draht zueinander gefunden. Musik ist nunmal die einzige Sprache, die über alle Barrieren hinweg funktioniert. Wir haben zusammen Musik gehört, und uns dabei auch über unsere Lebenssituation ausgetauscht.
Gab es dabei bestimmte Übungen oder Anleitungen?
Die gibt es. Letztlich aber ist das Werkzeug, das man benutzt, man selbst. Ich habe mir lange Zeit selbst im Weg gestanden und war der typische Existenzpaniker, der mit dem Selbstvorwurf aufgewachsen ist "Alles, was ich mache, ist brotlose Kunst". Mein Vater hat mir vorgebetet, er sei mit 14 von zuhause weggegangen und als Kapitän wiedergekommen – was denn nun wohl mein Weg sein würde?! Richard aber hat einfach dort angesetzt, wo meine Leidenschaft liegt. Und das ist nun mal die Musik. "The Show Must Go On" von Queen ist einer meiner Lieblingssongs. Dieser Song hat für mich dank Richard jetzt eine noch tiefere Bedeutung. Denn ich habe verstanden, dass es nur an einem selbst liegt, und dass man bereit sein muss, seinen Weg immer weiter zu verfolgen.
Hast Du das Gefühl, dass Du diesen Weg jetzt dauerhaft verfolgen kannst?
Man weiß nie, was das Leben einem bringt. Eine Krankheit kann alles ändern, und man kann nur hoffen, dass man dann Menschen an seiner Seite hat, die einen durch solche schwierigen Zeiten begleiten. Wichtig ist, dass man sich immer wieder vor Augen führt, was einen selbst eigentlich ausmacht. Nur wenn man das weiß, kann man seinen Weg auch verfolgen.
Interview: Andreas Kötter
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