Nelas veganer Blog

Nela Panghy-Lee Green Seven


Nelas veganer Blog wird auch 2012 fortgesetzt - coming soon!

Hier geht es bald weiter!

Nela 2011: Herzlich willkommen Ihr Lieben, hier auf meinem Blog. Ich freue mich, dass Ihr mich in den nächsten Wochen auf meinem veganen Weg begleiten werdet. Ich bin selbst gespannt, auf was ich mich hier eingelassen habe. Klingt nach einem Experiment, doch das würde die Sache kleiner machen als sie ist. Es ist mein voller Ernst. Nach jahrelangem Fleisch- und Fischkonsum, nach etlichen Litern Milch, nach tausenden von Eiern und schubkarrenweise Joghurt, Butter und Quark möchte ich auf alle tierischen Produkte verzichten und jetzt kommt´s: Nicht nur in der Ernährung, nein, auch Klamotten, Schuhe, Taschen, Decken müssen ab jetzt vegan sein – mein KOMPLETTES Leben wird vegan. Warum ich das mache, werdet Ihr hier erfahren. Wo es mich hinführt? Ich werde täglich hier berichten.

31.05.2011 Ein riesengroßes Dankeschön!

Nelas Blog Grillbuch

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Erst mal ein dickes Entschuldigung, dass ich die letzten Tage hier gar nichts mehr geschrieben habe. Doch meine Erkältung, mein Job in Berlin, dann mein Geburtstag und die gemeinsame Zeit mit meinen Liebsten am Bodensee haben gar keinen Raum für kreative Gedankensprünge gelassen. Zuerst möchte ich mich bei Euch für Eure zahlreichen Kommentare, Tipps und Hinweise bedanken, die ihr hier oder bei Facebook und Twitter gepostet habt. Ich finde es unglaublich toll, wie engagiert und verständnisvoll viele von Euch reagiert haben und mir Mut gemacht haben, meinen veganen Weg weiter zu beschreiten. Alle Rezepttipps und Links sind goldwert, wenn man am Anfang steht und erstmal nicht weiß, was man überhaupt noch essen darf. Ich für meinen Teil muss sagen, dass mich Veganismus in meinem Leben bereichert und auch Spaß macht. Und es ist unsere Pflicht, in der heutigen Zeit, sich bewusst mit Umwelt- und Tierschutz und auch mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen. Nach wie vor habe ich zwar meine Schwierigkeiten unterwegs, auf Jobs, wenn die Zeit drängt und ich nichts Essbares von zuhause mitnehmen kann, etwas zu finden, das mich satt und glücklich macht, doch ich bin mir sicher, dass ich da mit der Zeit auch meinen Weg finden werde. Ich bin selbst gespannt, wie sich mein veganes Leben weiterhin gestalten wird, ob ich mich in einem Jahr tatsächlich noch gesund fühle, doch die Erfahrung an sich, den Mut etwas zu ändern, kann mir keiner mehr nehmen und wenn ich sehe, wie viele Veganer da draußen leben, habe ich das Gefühl, dass wir in dieser Welt doch noch etwas ändern können. Vielen Dank für Euer Interesse und für Eure Anteilnahme – wir sehen oder lesen uns auch weiterhin! Bis dahin, alles Liebe, Eure Nela

PS. Hier noch ein kleiner Tipp für vegane/vegetarische Grillsfans – ich werde die Rezepte ausprobieren
 

26.05.2011 Unterm Apfelbaum

Nelas Blog Saft Flasche


Es ist schon interessant, wie sich meine Einstellung zum Thema Ernährung, Umwelt und Tierschutz verändert hat. Je mehr ich darüber lese umso mehr macht es mir auch Spaß, Dinge in meinem Leben zu ändern, die einen kleinen aber wichtigen Beitrag zum Thema Umweltschutz leisten. Darum bin ich heute auch einfach mal zum Bauern um die Ecke gegangen, der einen kleinen Markt in seinem Innenhof aufgebaut hat. Frisches Obst und Gemüse direkt vom Feld. Das hat echt Spaß gemacht, da einzukaufen. Überhaupt sollte man die regionalen Bauern unterstützen und sich mal einen Kopf darüber machen, welche saisonalen Produkte aus der heimischen Region man konsumieren kann. Das spart auch schon CO2. Außerdem hab ich heute auch eine tolle Saftschorle entdeckt. „Unterm Apfelbaum“ heißt sie und für die Produktion werden ausschließlich Äpfel aus der Region zu Direktsaft verarbeitet. Doch auch hier tut sich gleich die nächste Frage auf: Was ist umweltschonender und gesünder, Glasflaschen oder PET Flaschen kaufen? Glasflaschen enthalten soweit ich weiß, keine Weichmacher, die Krebs verursachen können. PET Flaschen schon. Dafür sind Glasflaschen schwerer als PET Flaschen, darum entsteht beim Transport wieder mehr CO2. Ach Mensch, kann hier irgendjemand mit fundiertem Wissen helfen?
 

25.05.2011 Nela kränkelt

 

Nela hat heute leider eine böse Erkältung erwischt und der Post muss heute leider ausfallen. Wir wünschen Ihr natürlich eine gute Besserung!

 

Morgen geht's weiter :)

 

24.05.2011 Die große Kuchenfrage

Nelas Geburtstagskuchen

Da mein Geburtstag immer näher rückt, macht sich meine Mutter die allergrößten Sorgen, wie wir das Kuchenproblem lösen können. Ohne Ei, ohne Milch und ohne Butter einen Kuchen backen? Für eine schwäbische Kuchenbäckerin ein Ding der Unmöglichkeit! Aber es geht doch. Nicht nur ich hab schon so viele leckere Kuchen gebacken (ihr erinnert Euch an den Karottenkuchen), in den Bioläden gibt es eine unglaublich vielfältige Auswahl an veganen Backmischungen und auch in veganen Cafés und Restaurants wird uns gezeigt, wie lecker und völlig frei von tierischen Produkten so ein süßes Stück sein kann. Hier als Beweis ein Mohn-Kokos-Aprikosen Tortenstück, das innerhalb von 5 Minuten aufgegessen war...
 

Nelas Blog Ikea Hot Dog

23.05.2011 Shopping bei IKEA :)

Erstmal war ich heute bei IKEA und mein Freund musste sich doch direkt mal einen Hot Dog holen.

Naja, die Dinger haben mir früher schon nicht geschmeckt, keine Ahnung, wie er so ein Teil essen kann. Aber als tolerante Freundin lass ich ihm seinen Spaß. Als Ausgleich waren wir dann abends in einem vegatarischen Restaurant in München essen. Das fand ich jetzt aber auch nicht ganz so toll. Natürlich ist es immer noch viel einfacher, als in einem Steakhaus etwas Veganes finden zu müssen. Aber eine Karte die zu 90% aus vegetarischen und nicht VEGANEN Gerichten besteht ist auch ganz schön gemein. Während mein Freund sich aus der gesamten Fülle etwas aussuchen konnte, waren es bei mir dann gerade mal 8 vegane Gerichte hochgerechnet. Natürlich kann man dann immer noch mal nachfragen, ob man ein vegatarisches Gericht auch vegan zubereitet bekommen kann, aber das ist immer so ANSTRENGEND. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich einfach irgendwas von der Karte bestellen konnte ohne Nachzudenken. Immer dieses Nachfragen und Gegenchecken und um eine Extrawurst bzw. Tofu bitten. Grmpf. Können wir nicht einfach alle vegan leben und alles andere abschaffen, dann kann ich auch einfach wieder im Restaurant bestellen ohne es zu hinterfragen. Aber lecker waren meine Wirsingrouladen dann doch.
 

22.05.2011 Ein fauler Sonntag

Nelas Blog Gemüse Lasagne

Ich hab mir zum x-ten Male meine neue Lieblingslasagne gekocht und ich finde, ihr solltet die alle mal nachkochen! Hier also das Rezept:

Grünkern-Gemüse-Lasagne

Für 4-6 Personen
► 1 Packung bereits vorgekochter Lasagneblätter (250g – ich nehme aber die, die man nicht vorkochen muss)
► 2 Zwiebeln, gewürfelt
► 1 Knoblauchzehe, gehackt
► 5 EL Öl
► 1 Aubergine, gewürfelt
► 2 Karotten, geraspelt
► 350ml Gemüsebrühe
► 3 gehäufte Esslöffel Tomatenmark
► 100g Grünkernschrot
► 4 Tomaten
► 2 TL Kräutersalz
► Pfeffer
► 3 EL Sojasauce
► 2 EL Oregano, Basilikum
► 1 Msp Chilipulver
► Béchamelsauce


Die Zwiebeln und den Knoblauch in heißem Öl glasig dünsten, die Karotten zufügen. Die Aubergine gesondert in Öl anbraten (öhhmm...ich mach alles zusammen) Das Tomatenmark zu den Zwiebelngeben und unter ständigem Umrühren die Gemüsebrühe zugießen. Die Auberginen untermischen und den Grünkernschrot zufügen. Die Tomaten vom Strunk befreien, würfeln, unterrühren und würzen.

Eine gefettete Auflaufform mit der Füllung ausstreichen, 4 Lasagneblätter drauflegen und etwas Béchamelsauce darübergießen, dann wieder Füllung, Teigblätter und Béchamelsauce.

200 Grad, 45 Minuten, fertig.


PS: Die Béchamelsauce geht so:
50g Margarine
50g Mehl
50g Hefeflocken
500ml Wasser oder Gemüsebrühe
1 TL Salz
Pfeffer, Muskat
1 TL Senf


Die Margarine in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und unter ständigem Rühren nach und nach das Wasser zugießen. Mit allen angegeben Zutaten würzen und die Sauce einmal aufkochen.

Guten Appetit :)

(aus „Die vegane Küche“ Ingrid Newkirk, Heyne)

 

21.05.2011 Vegane Gesellschaft in Münchens Innenstadt

Vegane Gesellschaft (1)

Vegane Gesellschaft (2)

Vegane Gesellschaft in Münchens Innenstadt

20.05.2011 Vegan Floskeln

Was für ein entspannter Tag heute. Es gibt keine großartigen veganen News, wobei ich euch unbedingt an meinem neuen Hobby teilhaben lassen muss: Sprichwörter/Floskeln, die auf tierische Produkte basieren, vegan umformulieren!

Taraaaa, hier kommt also das Konzept meines ersten veganen Wörterbuchs:
 

Veganisch - Tierisch
Das ist mir doch Tofu! Das ist mir doch Wurst!
Den Gemüsebratling kannst Du jemand anderem erzählen! Den Käse kannst Du jemand anderem erzählen!
Er hat den Gemüsestrudel gerochen. Er hat den Braten gerochen.
In der Not frisst der Teufel Tofu. In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Mach ma`Margarine bei die Kartoffeln. Mach ma` Butter bei die Fische.
Es geht hier um das Tofu! Es geht hier um die Wurst!
Hans Tofu! Hans Wurst!
Der schnappt auch kein Tofu vom Teller. Der schnappt auch kein Wurst vom Teller.
Was für ein armes Kichererbschen. Was für ein armes Würstchen.

 

Hach ja, hat noch irgendjemand einen lustigen Spruch?
....

  

19.05.2011 Mein veganes MUST HAVE!

Mein veganes Must-Have

IKI M. – ein stylisher Laden in München – ich zeig Euch mein veganes MUST HAVE!

18.05.2011 Der angenehme Nebeneffekt

Heute in der taff Maske wurde ich mit dem Satz begrüßt: „Mensch, Nela! Hast Du ABGENOMMEN?“ Zugegeben, auch ich fühle mich da etwas geschmeichelt und tatsächlich scheinen die Jeans und Kleider in letzter Zeit wieder besser zu sitzen. Ist das wirklich ein kleiner Nebeneffekt meines veganen Lebens? Ich fühle mich nach fast drei Wochen wirklich topfit und auch das Kochen macht Spaß, wenn man bedenkt, dass ich meine Küche früher eher als Abstellkammer genutzt hab. Aber der Verzicht auf Milch, Quark, Butter und Sahne scheint sich bemerkbar zu machen. Gerade diese Produkte stecken auch in so vielen Süßwaren. Butterkekse, Milchschokolade, Gelatine in Gummibärchen. Diese Leckereien hab ich früher gerne mal zwischendurch oder abends auf dem Sofa gegessen. Alles weg. Stattdessen schäle ich Möhren, Kohlrabi oder mach mir Tomaten und Gurkensticks und esse die mit selbstgemachtem Hoummus oder Pesto. Aber noch mehr abnehmen, fände ich jetzt echt nicht mehr gut. 50kg bei 165cm ist die absolute Untergrenze, sonst steht meine Mutter bald mit einem Fresskörbchen vor meiner Tür.
 

17.05.2011 Meine beste Freundin ist jetzt auch Veganerin :)

Hach, ich hatte eben ein ganz tolles Telefonat mit meiner besten Freundin. Sie ist jetzt auch Veganerin. Nachdem ich ihr diverse Lektüre und peta.de und den Film „Earthlings“ ans Herz gelegt habe, hat auch sie ihre Konsequenzen gezogen. Ihr glaubt es nicht, aber das macht mich wirklich glücklich. Wenn man so allein auf weiter Flur mit seiner Überzeugung steht und die Mitmenschen in der Umgebung eher verhalten und mit jeder Menge Kritik an Veganismus reagieren, dann freut man sich wirklich wie eine Schneekönigin, wenn die BESTE Freundin ihre Lebensweise überdenkt. Und bei ihr ist es noch mal eine Nummer schwieriger, denn mit einer Sojaallergie fallen viele Ersatzprodukte in ihrer Ernährung einfach mal weg. Was macht man da nur? Kennt ihr Veganer, die keine Sojaprodukte vertragen? Kann so eine Ernährung dann überhaupt noch gesund sein?
 

16.05.2011 Was Raumschiff Enterprise und Veganer gemeinsam haben

Da mein Herzblatt gerade in Deutschland ist, hatte ich die grandiose Idee, dass er mal aus seiner Sicht, „unser“ veganes Leben beschreibt. Et voilà! Das sagt Christian dazu:

„Meine erste Assoziation? Raumschiff Enterprise.
Hört sich zugegebenermaßen komisch an, aber ich denke sofort an Captain Kirk, wie er in der neutralen Zone Klingonen, Vulkanier und eben Veganer trifft. Captain, ein Raumschiff der Veganer! Uhura, öffnen sie einen Kanal.
Vielleicht gar nicht so weit von der Realität entfernt: der Veganer, das unbekannte Wesen. Und jetzt hat Luitenant Nela also mal einen Kommunikations-Kanal geöffnet. Ich gebe zu, ich hielt von diesen Ernährungsphilosophien eigentlich wenig und verstehe nicht mal einen Vegetarier, wie er auf ein saftiges Steak verzichten kann. Ich denke als nächstes an durchgeknallte Mittvierzigerinnen in Gemüseverkleidung in einer Massentierhaltungsschlachterei ohne nennenswerte Ökosiegel, die wie Menschen für Ihre Lederjacke anpöbeln. Und nun also meine Nela?
Sie ist für viele Sachen immer schnell begeisterbar und so dachte ich auch: auch dieser Kelch mit Sojamilch wird an mir vorübergehen, wenn sich die Begeisterung wieder gelegt hat und ihr die schöne Handtasche verständlicherweise wieder mehr bedeutet als der Jutebeutel vom Dritteweltladen.
Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass sich mittlerweile eine wahrlich professionelle Ökoindustrie mit dem Thema auseinandersetzt. Vegane Kleidung, Nahrungsmittel, Getränke. Und das Gemeine ist: es schmeckt, sieht gut aus und man merkt es gar nicht. Natürlich schmeckt der veganische Döner nicht wie ein blutendes geschlachtetes Tier, aber es schmeckt erstaunlich gut so wie es ist. So als trank man das erste Mal ein Bier in seinem Leben: ungewohnt, aber mit jedem Mal lernt man den Geschmack zu schätzen. Und schon trinkt man keine Orangen-Brause mehr.
Wer also denkt, veganes Essen schmeckt wie Mutters Selbstversuch mit Grünkernbratlingen als Frikadellenersatz, der kann diese traumatische Erfahrung getrost vergessen. Die heutigen Autos sind auch besser auf den Kunden abgestimmt als die von 1990.
Einschneidend war dann auch mein Erlebnis, mit Nela den Film „Earthlings“ zu schauen. So ein wenig mit Michael Moore Stil gewürzt; mit vielen eindrucksvollen wenn auch selektiert extremen Bildern wird einem wirklich schwarz vor Augen. Nela hat das kaum ertragen und ich muss zugeben, dass der Film mindestens genauso schwer zu ertragen war wie der Clever&Smart Film aus 2003, für den ich die Veranstalter der Sneak Preview in Frankfurt immer noch heimlich hasse. Nur eben, dass er nicht platt war, sondern die Bilder erschreckend intensiv waren.
Was mir allerdings ziemlich schnell klar wurde: Veganer sind ethisch die konsequentesten aller Nahrungsphilosophen. Überspitzt ausgedrückt: Wer Tiere in industrielle Tötungsmaschinen schickt, um aus den Überresten der Leiche Güter zu erzeugen, der ist ein Mörder eines Wesens einer anderen Spezies.
Ich ziehe mal einen vielleicht kurios anmutenden Vergleich. Hätte die Evolution die Rinder mit mehr Hirn und Intelligenz ausgestattet, hätten sie sich vielleicht die Menschen zum praktischen Rohmaterial für ihre Güter benutzt. Da würde man jetzt mit Dieter Bohlen im Menschengehege in Bochum (Einwohnerzahl 1 Mio Rinder, meist Singlehaushalte) wohnen und darauf warten, getötet zu werden. Man winkt sich nochmal mitleidig zu, denn man weiß, der Lastwagen führt in den Tod. Die menschliche Spezies wäre unterlegen, könnte sich nicht wehren und wird wortwörtlich verwurstet. Ein Kilogramm Tobias zum Hauptgang, eine Tasche aus Sonjas Haut. Tja, das wäre schon unfair, oder? Gut, dass wir Menschen die überlegene Spezies sind. Stellt sich natürlich nun die Frage, ob unsere feinfühlige Empathie aufgrund der Überlegenheit bei Tieren aufhören muss oder man sich darüber im Klaren wird, dass man rundgepresste Tierleichen zwischen den Burgerbrötchen hat.
Jedoch finde ich es auch wiederum schwierig zu glauben, dass die Evolution ganz ohne „Fressen und Gefressenwerden“ ausgekommen wäre und dass der Verzehr von Fleisch somit automatisch ethisch verwerflich ist. Jedoch habe ich mitgenommen, dass die vorsätzliche industrielle Tötung von Tieren diese natürliche Grenze überschreitet.
Ich esse nach wie vor Fleisch, jedoch habe ich mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen, wenn ich den Bissen herunterschlucke. Ob ich irgendwann auch zum Veganer entwickle, vermag ich nicht zu prophezeien. Aber die veränderte Sichtweise auf die Fakten ist ein erster großer Schritt und ich finde es gut, dass Nela sich dieser Thematik so annimmt. Wenn sich gutaussehende mutige junge Frauen dafür einsetzen, werden sich mehr Leute auf die Auseinandersetzung mit Veganismus einlassen, als wenn der deutsche Durchschnittsfleischesser beim zwanzigsten militanten Klischee-Ökoaktivisten genervt abwinkt. Denn das Thema ist des Nachdenkens wert.
In diesem Sinne sollten alle Menschen, Klingonen und Veganer Freunde werden.“
 

15.05.2011 Ich trage Fan-Shirts von Bayern-München

Ich finde diese PeTA T-Shirt Kollektion ganz toll. Und weil ich die so tolle finde, hab ich meinem Freund gleich auch mal ein T-Shirt mit der Aufschrift „EAT NO“ und dann ist da noch so eine Kuh abgebildet. Ich hab ihm das als Überraschung in seinen Schrank gelegt, damit er das, wenn er das nächste Mal in Deutschland ist (er lebt gerade in Saudiarabien) schön anziehen kann. Er hat es heute tatsächlich auch gefunden und hat mich ganz skeptisch gefragt, wem denn das T-Shirt gehört. Da es nicht einem heimlichen Lover gehört, zieht er es ganz gerne an, obwohl er der totale Fleischesser ist. Aber so gehört sich das in einer ordentlichen Beziehung. Ich trage Fan-Shirts von Bayern München und er eben von PeTA.
Seine Reaktion übrigens zu meinem Veganismus: „Solange ich weiterhin noch Rouladen essen darf, kannst du gerne Veganerin sein“.
 

14.05.2011 Das Miu Miu Problem

Von allen Seiten werde ich immer auf meine schöne Miu Miu Tasche angesprochen. Ich sehe schon, wenn die Leute mit diesem besonderen Blick auf mich zukommen und sagen: „Du! Das geht aber nicht hier! LEDERTASCHEN tragen!“ Seufz. Ja, ich weiß. Aber ich werde langsam müde zu sagen, dass ich nun mal Ledertaschen zuhause habe und Daunendecken und Seidentops und Lammfellstiefel. Aber was soll ich machen? Ich sehe keinen Sinn darin, diese Produkte zu verschenken, zu verkaufen, wegzuschmeißen, nur weil ich vegan lebe. Ja, ich kaufe keine neuen Dinge, die aus tierischen Rohstoffen produziert worden sind, aber ich will mich jetzt auch nicht schlecht fühlen, nur weil ich mit einer Ledertasche oder Lederjacke, die ich im letzten Jahr gekauft habe durch die Gegend laufe. Überhaupt eine schwierige Sache, wie ich finde. Es fällt mir überhaupt nicht schwer auf Fleisch, Käse oder Milch zu verzichten, aber Designertaschen? Puuuh, das tut schon weh. Die Luxusdesigner sollten mehr vegane Produkte auf den Markt bringen. Egal wo ich schaue, Chanel, Louis Vuitton, Gucci, Prada.... (Fast) ALLES Ledertaschen! Wie soll ich denn da was finden, wenn ich nicht mit einer toten Kuhhaut am Arm durch die Straßen schlendern will? Stella McCartney macht es richtig, sie geht mit ihrer veganen Linie mit gutem Beispiel voran. Miu Miu sollte sich da mal eine Scheibe von abschneiden. ABER: es gibt zum Glück auch andere tolle Labels, die schöne vegane Styles produzieren, wie Brasi & Brasi. Diese stylische Tasche hier, ist mein neues veganes Lieblingsteil:

Nelas Blog vegane Tasche

Und irgendwo waren noch die Schuhe dazu...Sobald ich sie gefunden habe, gibt’s das Foto hier für Euch!
 

13.05.2011 Gibt es im Leben nur einen Traum?

Ich steh gerade am Frankfurter Flughafen und warte auf meinen Flieger zurück nach München. Das war bisher ein ganz toller Tag, obwohl ich heute wieder SEHR früh aufgestanden bin, denn Hunderte von Schülern sind zur Frankfurter Abiturmesse gekommen, um Inspriation und Informationen zu erhalten, was sie später beruflich mal machen möchten. Das war sehr interessant und ich habe dort heute Vormittag auch ein kleines Interview gegeben und viele Schülerfragen beantwortet. Schon seltsam, wenn ich darüber nachdenke, wie lange es her ist, dass ich mir Gedanken um meine berufliche Zukunft gemacht habe und wie viel Gutes und weniger Gutes in den letzten elf Jahren, seit ich Abitur gemacht habe,  doch passiert ist. Insgesamt bin ich sehr dankbar, dass ich meinen Weg so erfolgreich gehen konnte, dass ich viele Leute habe, die mich unterstützen, dass ich seit sieben Jahren Moderatorin bin und damit mein Geld verdienen kann. Ich lebe meinen Traum und ich finde, das sollte absolut jeder tun. Doch gibt es im Leben nur einen Traum? Was ist, wenn man alles erreicht hat, was man sich jemals gewünscht hat. Sollte man dann so mutig sein und sich ein neues, anderes verrücktes Ziel suchen? Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, wie lange ich Moderatorin sein möchte. Aber irgendwo tief in mir hab ich das Gefühl, dass da noch was anderes mein Leben bereichern sollte. Vielleicht wandere ich doch mal aus. Miami wäre toll. Oder Australien. Und dann eröffne ich mein erstes veganes Hotel und ihr kommt mich alle besuchen.

12.05.2011 Tier- und Umweltschutz ist eine Sache, die uns alle angeht!

Tag 12 meines veganen Tagebuchs und wisst ihr, wie die Bäckereifachverkäuferin (ihr wisst schon, die eine, die nix in ihrer Auslage hatte) mich heute begrüßt hat?? Sie säuselte: „Hallooo, wir haben immer noch keine Sojamilch.“ Schamloses Gekichere folgte und ich fragte mich, ob das beim Bäcker in Berlin Mitte wohl auch so wäre. Ich glaube nicht.
Überhaupt merke ich, dass meine Umwelt sehr gespalten auf mich reagiert. Während die einen meine neue Lebensweise total toll finden und sich für die Einzelheiten interessieren, merke ich, wie andere so was von kritisch nachfragen und sich regelrecht angegriffen fühlen, in ihrer Art sich zu ernähren. Von „Das ist doch nicht gesund!“ oder „Für so was hab ich überhaupt keine Zeit.“ bis hin zu „Machst du das als PR-Gag?“ ist tatsächlich alles dabei. Natürlich mache ich mir auch gerade meine Gedanken dazu. Während Gretchen Müller ganz heimlich, still und leise mal den Veganismus ausprobieren kann und nach 4 Wochen sagen kann, neeee, ist nix für mich, verspüre ich natürlich einen leichten Druck, den ich mir natürlich auch selbst aufbaue, indem ich euch an meinem veganen Wandel teilhaben lasse.
Warum mache ich das? Zum einen bin ich eine öffentliche Person, die zwar sehr aktiv auf Twitter und Facebook ist und auch gerne mal einen Einblick hinter die Kulissen gewährt, doch bin ich auch sehr vorsichtig, was mein Privatleben angeht. Es gibt einfach Dinge, die ich sehr gerne für mich behalten möchte. Doch Veganismus und der damit verbunde Tier- und Umweltschutz ist eine Sache, die uns alle angeht. Ich will auf keinen Fall eine militante Ökoterroristin werden, die alle für verrückt halten, ich will niemanden bekehren und niemandem ein veganes Leben aufschwatzen. Was ich versuche ist, euch allen da draußen einen Ruck zu geben. Es geht darum, ein Bewusstsein für unsere Umwelt zu entwickeln. Werdet eurer Verantwortung bewusst, die ihr der Erde, den Tieren und den Menschen gegenüber habt. Da werden Lebewesen getötet, damit andere Lebewesen sie verspeisen.
Stellt Euch vor, die Rinder hätten sich zu überlegenen Lebewesen entwickelt und würden jetzt Menschen züchten, um sie dann zum Rotwein zu verspeisen. Wie fänden wir das wohl?
Also. Erkundigt euch, was ihr esst, woher es kommt, was die Konsequenzen sind. Macht euch schlau und öffnet die Tür des goldenen Käfigs, in dem wir hier alle Leben und schaut mal hinaus. Egal, wie ihr euch dann entscheidet, es gibt keine falsche Entscheidung. Falsch ist nur, wenn man die Augen schon vorher schließt, bevor man überhaupt irgendwas gesehen hat.
 

11.05.2011 Mein 1. Veggie Döner!

Nela im Restaurant

Das Max Pett in der Pettenkoferstraße – Mein 1. Veggie Döner! Und die Einrichtung erst: stylish und das Ambiente alles andere als vegan!

 

10.05.2011 Und das darf ab jetzt getragen werden

Nelas Kleiderschrank (2)

09.05.2011 Kein Leder mehr in der Sendung

Nelas Kleiderschrank (1)

Auch wenn ich es bei mir zuhause mit den Klamotten nicht ganz durchziehen kann, zumindest mein PRO7 Kleiderschrank muss ausgemistet werden – Lederjacken sind ab jetzt in der Sendung tabu!

08.05.2011 Was mache ich bloß mit meinen tierisch tollen Klamotten?

 

So, das mit der Ernährung klappt ganz gut. Aber heute war ich ECHT traurig. Natürlich hab ich mich auch in meinem Kleiderzimmer umgesehen, um Leder, Wolle, Seide und Fell zu eliminieren, aber mal ehrlich, Leute, das ist schon krass. Meine UGG Boots, ok, die sind eh schon durchgelaufen, die können weg, aber meine schöne, rote Lederjacke? Meine teuren (auf die ich echt seeehr lange gespart habe) Designer-Ledertaschen? Die kann ich doch nicht weggeben! Das ist mal eine Zwickmühle. Wie das wohl andere Veganer gemacht haben?
Macht es Sinn, die Dinge, die ich jetzt schon im Schrank habe wegzuschmeißen oder zu verschenken? Das wäre doch Verschwendung und irgendwie sehe ich tatsächlich keinen Sinn darin. Vielleicht gibt es da draußen ein paar militante Veganer, die genau DAS jetzt total doof finden, aber egal, es ist meine Einstellung und ich achte ab sofort eben drauf, was genau ich konsumiere und dazu gehören eben nicht Leder, Wolle, Seide und Fell.
 

07.05.2011 Nein Mama, ich mache KEINE Diät

Nelas Blog Tag 7 Frühstück

Samstag und meine Eltern sind zu Besuch! Nicht nur, dass ich die Wohnung auf Hochglanz bringen muss, damit meine Mutter keinen Herzinfarkt bekommt und selbst den Staubwedel in die Hand nimmt, neuerdings muss ich mir leckere Alternativen zu Wurst und Käse zum Frühstück überlegen, damit nicht das typische „Siehst Du, mein Schatz, ich hab Dir doch gesagt, dass diese Diät Mist ist.“ Und ich dann zum 100. Mal erkläre „Maaaaama, das ist KEINE Diät, das ist eine L-E-B-E-N-S-einstellung.“
Also stelle ich mich heute mal ganz motiviert und mit den besten Vorstellungen in die Küche. Den Seelenteig (schwäbische Spezialität) hab ich gestern Abend schon vorbereitet. Diese Teile müssen also nur noch in den Ofen. Außerdem hab ich mir vorgenommen Hoummus, Baba Ganoush und Tofu-Rührei zu machen. Wie das Ergebnis aussieht, gibt’s hier dann als Foto zu sehen.
Es hat tatsächlich geschmeckt. Und so kompliziert war das alles gar nicht. Ich hab mir auch extra einen neuen Mixer angeschafft – ein absolutes MUSS in einer veganen Küche, damit bekommt man im Nu Kichererbsen, Auberginen, Zwiebeln, Knoblauch etc unter Kontrolle. Tolles Teil. Ach ja, meinen Eltern hat es ganz wunderbar geschmeckt. Sie sind zwar immer noch kritisch – mein Vater so „Und das willst Du jetzt JEDEN Morgen essen?“ Wobei meine Mutter echt die beste ist, sie meinte dann nämlich ganz trocken „Na, du isst doch auch JEDEN morgen deine Leberwurst.“ Ihr seht, alles eine Gewöhnungssache. Aber mir geht es auch nicht darum, meine Eltern zu Veganern zu machen. Ich wünsche mir nur, dass sie mich und meine Gedanken zu einer veganen Lebensweise nachvollziehen können.
 

 

06.05.2011 Ein veganes Fotoshooting

Nelas veganes Shooting


Heute war ein toller Tag – mal davon abgesehen, dass um 5.30 Uhr der Wecker geklingelt hat. Aber so ist das halt, wenn man für ein Fotoshooting gebucht ist. Ich könnte echt niemals als Model arbeiten, allein dieses frühe Aufstehen würde mich fertig machen. Auf jeden Fall saß ich um 6.30 Uhr in der Maske und hab meine Maskenbildnerin ausgequetscht über veganes Make-up. Scheint alles nicht so einfach zu sein. Es gibt zwar Firmen, die ohne Tierversuche arbeiten und deren Kosmetik frei von tierischen Produkten ist, aber diese Produkte bekommt man meist nur im Bioladen oder in Online-Shops. Das schlimmste, wie ich finde, ist aber wirklich, dass für den Laien der tierische Ursprung in den Produkten oft nicht erkennbar ist. Das Beste ist wirklich, immer auf das Vegan-Siegel zu achten. Dann kann man sich sicher sein, dass keine tierischen Produkte verwendet wurden. Alle Infos zum Siegel, zur veganen Kosmetik, Ernährung etc findet ihr übrigens auch auf www.peta.de. Klickt mal rein.
Ach ja, und das Shooting hat sehr viel Spaß gemacht! Meine Frisur sah zwar aus, wie in die Steckdose gelangt, aber ich fand den 80er Jahre Chic dann doch sehr spannend. Danke an den Fotografen Erik Bonte und meine Tupf und Zupf Mädels Sarah (sie hat mein tolles Make-up gemacht) und Julia (alle Outfits sind von ihr persönlich geschneidert und sie hat alle meinen veganen Wünsche berücksichtigt!!).
Das Ergebnis kann sich doch sehen lassen
 

05.05.2011 Soja gibt's irgendwie noch nicht überall

Tag 5 meines veganen Tagebuchs und ich fühle mich wunderbar. Das tägliche Kochen ist zwar doch anstrengender als gedacht, wenn man bedenkt, dass ich die letzten 5 Jahre meine Küche eher als Abstellraum benutzt habe, statt als Küche, doch inzwischen weiß ich, wie man Hoummus selbst macht, wie Tofu Bolognese schmeckt und der Soja-Joghurt morgens mit Müsli und einem geriebenen Apfel drin ist unschlagbar. Solange ich also zuhause koche und mein Essen selbst zubereite, ist es gar nicht so schwer.


Das Problem beginnt eigentlich erst, wenn ich zur Haustür rausgehe und UNTERWEGS Hunger bekommte. Heute morgen habe ich mich vor der Arbeit mit einer Freundin zum Frühstück getroffen, tja, und was soll ich sagen: der Bäcker meines Vertrauens hatte weder eine Soja-Latte, noch überhaupt irgendwas mit Sojamilch, alle Brötchen waren mit Schinken, Käse oder Tomate Mozarella belegt, die Brezel war mit Butter geschmiert, das Bircher Müsli mit Joghurt und ich könnte noch ewig weitermachen.


Wisst ihr, wie mies der Tag beginnt, wenn ich nix zu essen bekomme? Ihr glaubt, ich hab immer gute Laune? Nicht, wenn die Hungergrenze überschritten ist. Dann werde ich zur Megazicke. Die Bäckereifachverkäuferin war auch noch total unfreundlich, was nicht unbedingt zur Steigerung meiner Laune beigetragen hat. Ich habe das Gefühl, dass man sich als Veganer (zumindest in der bayerischen Bäckerei) nicht gerade viele Freunde macht. Auf ziemlich barsche Weise und mit hochrotem Kopf hat sie mir eine trockene Brezel und einen Tee angeboten. Nach dem Schälchen Erdbeermarmelade hab ich dann selbst noch gefragt. Buuuuh!


Liebe Bäckerreifachverkäuferin, ich habe heute leider kein Foto für dich.

04.05.2011 Mein erster veganer Kuchen

Nelas Blog Kuchen

So, ich bin wieder in München, der Kühlschrank ist voll, dieses Mal jedoch ethisch korrekt und ich hab soviel Gemüse in meiner Küche, wie noch nie in meinem Leben. Doch was ist eigentlich mit Süßigkeiten? Ich liebe Kekse, Schokolade, Kuchen, Gummibärchen... doch damit soll jetzt auch Schluss sein? Natürlich nicht! Mein erstes veganes Kuchenprojekt steht heute an: Karottenkuchen. Klingt an sich schon ziemlich gesund, doch ich hab den total gerne als Kind gegessen – allein diese Zitronenglasur... YUMMIE!

 

 

Hier also mal das Rezept:

Zutaten

225 Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
150 g feiner brauner Zucker
150 g geraspelte Karotten
150 ml Öl
etwas Sojamilch

Glasur

3 - 4 EL Puderzucker
und etwas Zitronensaft

Zubereitung
Das Mehl, Backpulver, Zimt, Zucker und die geraspelten Karotten vermischen, das Öl hinzufügen und danach erst die Sojamilch bis ein lockerer Teig entsteht.

Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ungefähr 40 Minuten backen.

Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, Puderzucker mit Zitronensaft zu einer Paste verrühren und auf den Kuchen auftragen.

Und hier gleich noch die Quelle dazu, nicht dass es heißt ich würde hier guttenbergisch abschreiben: http://veganestagebuch.blogspot.com/2009/04/veganer-karottenkuchen-mit.html
Da gibt es wirklich ein paar nette Rezepte, die ich die nächsten Wochen noch ausprobieren werde!

Mein Karottenkuchen ist tatsächlich auch fertig und er riecht nicht nur gut, er schmeckt auch hervorragend. Foto gefällig?

Damit ist das Kuchenproblem ja wohl gelöst und jetzt muss ich mich beeilen, sonst komme ich zu spät in die taff Redaktion!

 

03.05.2011 Backstage in München

In München unterwegs

Gestern lief der ja der taff trend bei uns in der Sendung und ich Neu-Veganerin habe für die Zuschauer die Öko-Trends des Jahres mal genauer unter die Lupe genommen. Und da ich heute den ganzen Tag noch in Hamburg unterwegs bin, zeige ich Euch, was beim Dreh backstage alles passiert ist

02.05.2011 Wo sind die Hefeflocken?


Es ist Montag, ich fliege heute nach Hamburg, aber trotzdem muss der Kühlschrank erstmal wieder gefüllt werden. So geht das ja nicht. Aber was esse ich denn ab jetzt, wenn es keinen Käse, keine Wurst, keine Butter, keine Milch, keinen Joghurt mehr gibt? Vielleicht sollte ich mir als erstes ein veganes Kochbuch zulegen. Die Profis geben da bestimmt ein paar Tipps, damit man als Veganer nicht verhungert oder nur am Salatblatt knabbern muss. Und tatsächlich, wenn man bei Amazon stöbert, findet man wirklich das ein oder andere tolle Kochbuch mit unendlich vielen Rezeptmöglichkeiten und auch im Internet gibt es viele Rezeptideen und Ratschläge, wie man sich am besten ausgewogen ernährt, denn die Vitamin B12 Aufnahme ist wirklich ein kleines Problem. Zudem sind die Foren auch voll mit Warnungen, dass eine vegane Ernährung gesundheitsschädlich sein kann. Also krank werden, will ich ja echt nicht, aber das ist schon etwas, das ich sehr seltsam finde. Genauso oft wie gesagt wird, dass eine vegane Ernährung die gesündeste überhaupt ist, genauso oft wird davor auch gewarnt. Ich seh schon...ich muss meine eigenen Erfahrungen machen. Und jetzt muss ich aber echt mal einkaufen gehen.
Und das war sehr erfolgreich. Zugegeben, beim Supermarkt um die Ecke hab ich nicht alles bekommen: „Entschuldigung, haben Sie auch Hefeflocken?“ „Sie meinen HAFERflocken!“ Ich so: „Nein, HEFEflocken.“ „Also, da muss ich mal fragen. GERLINDE!! Haben wir HEEEFEflocken?“ Gerlinde: „Du meinst HAFERflocken?“ „Nein, die Kundin sucht HEFEflocken.“ Gerlinde: „Hab ich noch nie gehört.“ Seufz. Da also weder Gerlinde noch Gertrude im REWE jemals was von veganer Ernährung noch von Hefeflocken gehört haben, glaubte ich schon fast kapitulieren zu müssen, wenn nicht meine herzallerliebste Mutter mich in dem Augenblick angerufen hätte, um zu fragen, ob sie noch irgendwas mit nach München bringen soll und ich sie natürlich sofort gebeten hatte, im Biomarkt um die Ecke mal nach HEFEflocken zu fragen. Und siehe da. Am Bodensee auf dem Dorf im Biomarkt gibt’s die guten alten Hefeflocken und für alle, die noch nicht so genau wissen, was das eigentlich ist: Hefeflocken sind eine Art Käseersatz, enthalten viel Vitamin B und damit kann man ne super Lasagne machen. Jetzt muss ich aber schnell zum Flughafen.
 

01.05.2011 Kühlschrank leer :(

Nelas Kühlschrank

 Vielleicht sollte ich aber erstmal erklären, warum ich mich für ein veganes Leben entscheide? Und überhaupt, was bedeutet VEGAN eigentlich?
Bei Wikipedia findet man eine schlaue Definition: „Veganismus ist eine vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, welche die Nutzung von Tieren und tierischer Produkte ablehnt.“ Aha. Wenn ich diesen Satz zuerst gelesen hätte, hätte ich wahrscheinlich nie im Leben daran geglaubt, dass ich mal freiwillig auf ein Wiener Schnitzel verzichten würde oder auf einen schönen saftigen Döner. Aber zum Glück hab ich nicht diesen Satz zuerst gelesen, ich hab an einem schönen Dienstag Nachmittag mal ferngesehen. Und als ich so rumzappte, bin ich bei einem Beitrag über Nerze hängen geblieben. Bei der brutalen Behandlung den kleinen Tierchen gegenüber auf der Züchtungsstation ist mir fast die Luft weggeblieben. Die Nerze wurden am Schwanz gepackt, durch die Luft geschleudert, geschlagen, malträtiert und auf das grausamste behandelt, bevor man sie in einer Art Gaskammer ersticken ließ. Da wird mir heut noch schlecht, wenn ich an diese Bilder denke. Naja, daraufhin bin ich auf die Tierschutzorganisation PeTA gestoßen. Im Internet habe ich mich eingelesen und war von Minute zu Minute schockierter, ergriffener und hatte immer mehr das Bedürfnis ETWAS ZU TUN. Als nächsten Schritt hatte ich mir ein Veggie Starter Kit bestellt und eine „Earthlings“ DVD und nachdem ich diese Dokumentation gesehen hatte und eine Stunde lang davon nur in Tränen aufgelöst war, war mir klar, dass ich etwas in meinem Leben ändern musste. MAN KANN KEINE ERKENNTNIS IN SEINEM LEBEN HABEN, OHNE DIE KONSEQUENZEN ZU ZIEHEN. Du hast so recht Joaquin Phoenix. So und nun steh ich hier. Nachdem ich alle tierischen Produkte an meine Nachbarn verschenkt habe, ist mein Kühlschrank leer (Foto) und ich hab ganz schön Hunger. Blöd, dass man am Sonntag nicht einkaufen kann.

 

Der Green Seven Report 2013

Green Seven Öko-Krieger Die Öko-Krieger Alle Infos

Setze ein Zeichen für eine schönere Umwelt

Green Seven Mosaik Beispiel Dein Foto im grünen Mosaik! Jetzt mitmachen