Interview - Jada Pinkett Smith - Teil 2

"Ich kann kein Blut sehen!"

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Frage: Können Sie es ertragen, Blut zu sehen?

Pinkett Smith: Ein definitives „Nein!“. Darin bin ich alles andere als gut. Meine Mutter hat sich deshalb auch darüber amüsiert, dass ausgerechnet ich nun eine Krankenschwester spiele.

Frage: Im Gegensatz zu anderen Krankenhausserien stehen bei „Hawthorne“ weniger die „Götter in weiß“, als die „Arbeiter aus der zweiten Reihe“ im Mittelpunkt...

Pinkett Smith: Genau das war die Intention. Krankenschwestern und Krankenpfleger sind die heimlichen Helden eines Krankenhauses. Sie geben den Herzschlag vor, ohne sie läuft gar nichts. Ärzte leisten Fantastisches, aber ihr Kontakt zu den Patienten beschränkt sich in aller Regel auf 15 Minuten am Tag, wenn sie nicht gerade operieren. Eine Krankenschwester dagegen ist 24 Stunden am Tag beschäftigt mit den Problemen der Menschen, die man ihnen anvertraut hat.


Frage: Wenn Sie wählen müssten zwischen Arzt und Krankenschwester statt Hollywood-Star, wie würden Sie sich entscheiden?

Pinkett Smith: Ich würde mich definitiv für die Krankenschwester entscheiden. Ich bin einfach nicht der Doktor-Typ!

 

Frage: Wie zu lesen war, haben sich für „Hawthorne“ entschieden, weil die Serie in den USA beim Sender TNT läuft; können Sie den deutschen Zuschauern erklären, was TNT so besonders macht?

Pinkett Smith: Ich wollte unbedingt für TNT arbeiten, weil man sich dort nicht scheut, starke Frauen-Charaktere in den Mittelpunkt einer Serie zu stellen,...

 

Frage: ...wie Holly Hunter in „Saving Grace“ oder Kyra Sedgwick in „The Closer“?

Pinkett Smith: Genau! Dort ist man bereit, diese Frauen-Charaktere geradezu zu erforschen, in einer Art und Weise, wie das bei anderen Sendern offenbar nicht möglich ist. Überhaupt geht man bei TNT mit großer Leidenschaft an die Aufgabe heran und die Grundidee von „Hawthorne“, ganz normale Menschen zu zeigen, die Außergewöhnliches leisten, hat mich restlos überzeugt. Denn ich glaube, dass es heute wichtiger denn je ist, zu zeigen, dass jeder, egal woher er kommt, den Unterschied ausmachen kann. Es spielt keine Rolle, ob einer Verwaltungschef des Krankenhauses ist oder der Hausmeister, ob er Arzt ist oder Krankenschwester. Jeder hat seine ganz besondere Aufgabe, wenn es darum geht, den Patienten zu helfen, jeden einzelnen Tag. Und das ist die großartige Botschaft von „Hawthorne“.

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