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Flieger in Stuttgart geräumt

Passagier gaukelt Anschlagspläne vor

Sie wollen von Stuttgart nach Warna in Bulgarien fliegen - doch daraus wird zunächst nichts. Weil ein Betrunkener von einem angeblich bevorstehenden Anschlag spricht, verzögert sich der Abflug um Stunden.

18.06.2017 17:51 Uhr / dpa

Wegen angeblich vermuteter Anschlagspläne ist am Stuttgarter Flughafen eine Maschine mit 180 Menschen evakuiert worden. Die vermeintliche Bedrohung stellte sich als Fehlalarm heraus, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein 33 Jahre alter Passagier angegeben, ein anderer Fluggast wolle die Maschine zum Absturz bringen. Hintergrund war nach Angaben der Polizei zu viel Alkohol: Bereits während des Boardings hatte der Mann andere Reisende angepöbelt. Bei der Ausreisekontrolle behauptete er schließlich, an Bord des Flugzeugs sei jemand, der es zum Absturz bringen wolle.

Es gab keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund

Die Reisenden mussten die Maschine von Bulgarian Air Charter mit Warna in Bulgarien als Reiseziel daraufhin verlassen. Die Bundespolizei stoppte die Beladung, räumte die Maschine und prüfte das Flugzeug, die Passagiere und ihr Gepäck zusammen mit einem Sprengstoffsuchhund. Verdächtige Gegenstände wurden nicht gefunden. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet.

Hinweise auf einen geplanten Anschlag oder einen terroristischen Hintergrund ergaben sich der Polizei zufolge nicht. Der 33-Jährige aus Baden-Württemberg wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten ermittelt. Auch für die Kosten dürfte der Mann einem Sprecher der Bundespolizei zufolge aufkommen müssen.

Die Reisenden, die eigentlich um 11.40 Uhr starten wollten, konnten schließlich gegen 14.00 Uhr ihren Flug antreten. Der 33-Jährige blieb am Boden. Der restliche Betrieb am Airport sei "zu keiner Zeit" beeinträchtigt gewesen, betonte ein Sprecher.

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