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Erste schnelle finanzielle Hilfe vom Bund

Entschädigung für Opfer von Terroranschlag

Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Welche Folgen der Terroranschlag in Berlin für Angehörige und Opfer hat, steht noch nicht fest. Erste schnelle finanzielle Hilfe gibt es aber schon.

11.01.2017 17:31 Uhr / dpa
Blumen- und Kerzenmeer am Breitscheidplatz
© dpa

Rund drei Wochen nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche haben erste Verletzte und Angehörige von Opfern Geld vom Bund erhalten. "Es sind erste Beträge geflossen", sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Justiz in Bonn am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Anträge würden bearbeitet.

Wie viel Anträge vorliegen und wie viel Geld bisher gezahlt wurde, wollte das Bundesamt nicht mitteilen. Die "Rhein-Neckar-Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet und von bislang zehn Anträgen auf eine Härtefallleistung geschrieben.

Italienische Polizisten erschossen Amri auf seiner Flucht

Die Höhe der Zahlungen wird laut dem Bundesamt im Einzelfall geregelt. Genaue Summen wurden nicht genannt. Nahe Angehörige von Todesopfern wie Eltern, Kinder und Ehepartner erhielten in früheren Fällen 10.000 Euro, Geschwister 5.000 Euro. Verletzte Menschen können einmalig höhere Summen bekommen.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte nach dem Anschlag Entschädigungsleistungen für die Opfer zugesichert. Jeder solle die Hilfe bekommen, die er brauche, sagte sie.

Am 19. Dezember hatte der Attentäter Anis Amri einen Lastwagen entführt, dessen Fahrer erschossen und war über den Weihnachtsmarkt gefahren. Dabei wurden elf Menschen getötet und mehr als 50 Menschen verletzt. Italienische Polizisten erschossen Amri später, als er auf seiner Flucht in Mailand auftauchte. 

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