Die Organisationen

Hilfe, die ankommt: Wem wird 2011 geholfen?

Seit 2003 fordern jedes Jahr prominente TV-Stars der Senderfamilie die Öffentlichkeit dazu auf, für ausgewählte Kinderhilfsprojekte zu spenden. Seit dem Start kamen so bereits mehr als 10 Millionen Euro für Kinder in Not zusammen. Alle Spenden des deutschen RED NOSE DAY gehen eins zu eins an Kinderhilfsorganisationen, die jedes Jahr wieder neu vom Gremium des RED NOSE DAY e.V. ausgewählt werden. 2011 werden diese Hilfsorganisationen unterstützt:

Kindernothilfe e.V.

Die Kindernothilfe e.V. wurde 1959 in Duisburg mit dem Ziel gegründet, Not leidenden Kindern in Indien zu helfen. Im Laufe der Jahrzehnte ist sie zu einer der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa gewachsen. In Deutschland gehört sie mit ihren Erträgen (2010 rund 55 Millionen Euro) zu den zwölf größten Spendenwerken und unterstützt mittlerweile über 655.793 Not leidende Kinder und Jugendliche in 958 Projekten in 29 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Die Projekte und Programme im Ausland berücksichtigen neben Schule und beruflicher Bildung in der Regel auch die Gesundheit und Ernährung der Kinder sowie deren Familien. Um die Situation der Kinder weltweit dauerhaft zu verbessern, ist die Verwirklichung der Kinderrechte das zentrale Thema der Kindernothilfe.

Der RED NOSE DAY 2011 unterstützt das Kindernothilfe-Projekt „Schutz und Ausbildung für Straßenkinder in Nord-Uganda“: In der Stadt Lira, im Norden von Uganda, leben etwa 300 Kinder auf der Straße. Viele der Kinder stammen aus Flüchtlingscamps der Umgebung, in die sich die Menschen während des Bürgerkriegs mit der Lord’s Resistance Army (LRA) zu Tausenden geflüchtet hatten. Dort müssen die Familien unter schwierigsten Verhältnissen auf engstem Raum zusammenleben. Viele Kinder und Jugendliche sind vor Krankheit, Gewalt- und Alkoholproblemen in den Camps in die nahegelegene Stadt geflohen, wo sie als Straßenkinder leben.

 

Die Kindernothilfe arbeitet in Lira mit der Organisation Child Restoration Outreach (CRO) zusammen. Mit einem Straßenkinder- und Familienunterstützungsprojekt trägt CRO dazu bei, dass die Straßenkinder eine Grundversorgung und Grundausbildung bekommen und dass sie möglichst wieder in ihre Familien integriert werden. Die Streetworker sind Tag und Nacht unterwegs und nehmen dort zunächst Kontakt zu den Kindern auf, um sie für das Projekt zu gewinnen. Es besteht aus verschiedenen Komponenten: eine Anlaufstelle, die den Kindern Schutz, warme Mahlzeiten und medizinische und psychologische Betreuung bietet, sowie Kurse zur praktischen Lebensgestaltung, Schul- und Berufsausbildung.

Off Road Kids

Von Bad Dürrheim aus betreibt die Off Road Kids Stiftung seit 1994 das einzige bundesweite Hilfswerk für Straßenkinder in Deutschland. Neben Streetwork-Stationen in Berlin, Hamburg, Dortmund und Köln unterhält die Stiftung inzwischen zwei Kinderheime in Bad Dürrheim und eine Beratungs-Hotline für die Eltern von Ausreißern. Seit 1994 haben die Streetworker von Off Road Kids mehr als 2000 junge Menschen von der Straße geholt und in neue Perspektiven vermittelt. All dies finanziert die Stiftung bis heute ohne staatliche Fördermittel nahezu vollständig aus Spenden.
 

Der RED NOSE DAY 2010 möchte helfen, weitere Kinder von der Straße zu holen, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Germany's-next-Topmodel-OffRoadKids-Rebecca-Amelie

Anfang August 2011 überraschten die beiden Germany’s next Topmodel-
Kandidatinnen Rebecca Mir und Amelie Klever die Off Road Kids in Bad Dürrheim:
Im „DB Kids Camp“ wurden 55 Jugendliche und Kinder aus Kinderheimen in ganz Deutschland für ihre herausragenden schulischen Leistungen belohnt. Das Camp will Jugendliche motivieren, sich das ganze Jahr über in der Schule anzustrengen, und trägt dazu bei, Kindern, die sonst nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, tolle Sommerferien zu ermöglichen.

Die Arche e.V.

Das Christliche Kinder- und Jugendwerk Die Arche e.V. wurde 1995 von Bernd Siggelkow in Berlin gegründet. Ziel des Vereins ist es, Kinder von der Straße zu holen, ihre sozialen Defizite aufzuheben sowie sie wieder ins Zentrum der Gesellschaft zu stellen. In ihren Einrichtungen bietet die Arche täglich kostenlos eine vollwertige, warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen mit Sport und Musik, und vor allem viel Aufmerksamkeit. Mittlerweile gibt es zehn Standorte der Arche in Deutschland. Aktuell betreuen insgesamt 100 Mitarbeiter über 2.000 Kinder und Jugendliche in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf und Potsdam – weitere Einrichtung werden folgen, denn der Bedarf ist leider enorm.

RED NOSE DAY 2011 Die Arche

Der RED NOSE DAY 2011 unterstützt Die Arche beim Aufbau eines Campgeländes
und bei der Förderung von Ferienfreizeiten sozial benachteiligter Kinder: Die Arche
organisiert mehrfach im Jahr für Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich keinen Urlaub leisten können, spannende Campwochen mit Highlights wie Kanu- und Trekkingabenteuer, einfallsreiche Spiele, viele Sportangebote sowie Wanderungen. Nebenbei lernen die Kinder und Jugendlichen, ihren Mitmenschen respektvoll zu
begegnen, erfahren selbst Wertschätzung und Aufmerksamkeit, erhalten eine neue Perspektive und neues Selbstbewusstsein – eine wichtige Stütze auf dem Weg hinaus aus dem Armutskreislauf. Um dieses Ferienangebot auch langfristig weiterführen zu können, möchte Die Arche ein neues eigenes Campgelände in Brandenburg aufbauen. Den Großteil der Campkosten muss Die Arche durch Spenden aufbringen, da die Eltern der Kinder meist nicht in der Lage sind, sich daran zu beteiligen. Doch für Die Arche gilt: Kein Kind bleibt zurück!

SOS-Kinderdorf e.V.

SOS-Kinderdorf macht sich seit fast 60 Jahren für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern in Deutschland und weltweit stark. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen alleingelassene oder vernachlässigte Mädchen und Jungen sowie benachteiligte Familien. Die Idee des Gründers Hermann Gmeiner war damals ebenso simpel wie genial: Eine SOS-Kinderdorfmutter lebt gemeinsam mit fünf bis sieben Kindern in einer SOS-Kinderdorffamilie. In dieser familiären Umgebung erfahren die Kinder Vertrauen, Halt und Geborgenheit, bis sie irgendwann auf eigenen Beinen stehen und ein selbstbestimmtes Leben mit Perspektive führen können.

 

Nach den SOS-Kinderdörfern sind in Deutschland und in der ganzen Welt über die Jahre viele weitere SOS-Angebote entstanden. In 132 Ländern der Welt bestehen über 2.000 SOS-Kinderdorf-Einrichtungen. Alleine in Deutschland gibt es 44, davon 15 SOS-Kinderdörfer. Rund 50.000 hilfsbedürftige Kinder, Jugendliche und Familien in Not werden darin betreut, beraten und ausgebildet. Hier finden sie die Stabilität einer familiären Gemeinschaft, die Chance auf eine bessere Zukunft und einen Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen.

RED NOSE DAY 2011 SOS Kinderdorf

Der RED NOSE DAY 2011 sorgt für ein neues Zuhause für die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Sauerland: Mit RED NOSE DAY-Spendengeldern aus 2011 soll ein SOS-Kinderdorfhaus renoviert und kindgerecht eingerichtet werden. Vom Geschirr bis zur Einbauküche, von Vorhängen bis zu den Gartenmöbeln – alles soll so werden, dass sich fünf Kinder und die SOS-Kinderdorfmutter miteinander im gemeinsamen Familienhaus wohl fühlen können. Unterstützt und zusätzlich qualifiziert wird die Arbeit der SOS-Kinderdorffamilien durch wichtige Therapieangebote, die direkt im SOS-Kinderdorf Sauerland umgesetzt werden. So soll die tiergestützte Pädagogik etabliert werden, die die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung von Kindern nutzt. Oftmals erleichtern Tiere den Zugang zu Kindern und diese wiederum lernen Verantwortung zu übernehmen und ihr Sozialverhalten zu stärken.

Comic Relief

RED NOSE DAY 2011 Comic Relief

Die größte unabhängige Charity-Organisation im Vereinigten Königreich wurde 1985 als Reaktion auf die große Hungersnot in Äthiopien gegründet. Seit 26 Jahren kämpft Comic Relief in mittlerweile 76 Ländern und über 12.000 Hilfsprojekten gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit. Die Mission lautet dabei immer: „Drive positive change through the power of entertainment“.

Seit 1988 wird Comic Relief durch den britischen RED NOSE DAY unterstützt – der in den UK alle zwei Jahre stattfindet und wie ein Feiertag zelebriert wird. Auch hier steht der Humor stets im Mittelpunkt. Das zeigt das zentrale Symbol, die rote Nase, genauso wie das Motto „Do something funny for money“. Nicht nur in Schulen, Firmen oder zuhause werden Spendenaktionen ausgedacht und durchgeführt – auch im britischen Fernsehen (BBC) findet der RED NOSE DAY statt, bei dem zahlreiche
Künstler und Comedians zu Spenden animieren.


Außerdem wurde 2011 bereits nach diesen Katastrophen spontan geholfen:
Anfang März 2011 gab es in Japan das schwerste Erdbeben in der Geschichte des Landes und löste einen Tsunami aus, der weite Teile der Nordostküste überflutete Außerdem kam es in mehreren Atomkraftwerken zu Störfällen, so dass Radioaktivität austrat. Zusammen mit der Hilfsorganisation CARE sammelte der RED NOSE DAY unter den Zuschauern Spenden und konnte so die Hilfsaktionen direkt vor Ort unterstützen.

Ab Mitte Juli 2011 rief der RED NOSE DAY zusammen mit der Kindernothilfe zu Spenden für die Opfer der schrecklichen Dürrekatastrophe in Ostafrika auf. Gemeinsam mit dem lokalen Partner International Aid Service (IAS) richtete die Kindernothilfe in der Somalischen Hauptstadt Mogadischu u.a. ein Schutzzentrum für Flüchtlingskinder ein.