Red Nose Day

Interview mit Jobst Benthues

Das Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden des RED NOSE DAY e.V.

Wie kamen Sie auf die Idee, den RED NOSE DAY 2003 nach Deutschland zu holen?

Jobst Benthues
© Holger Rauner

2003 fokussierte sich das ProSieben-Programm stark auf die Comedy-Sparte, Formate wie "Switch" und "TV total" liefen sehr erfolgreich. Zusammen mit Georg Hirschberg, dem Geschäftsführer der Produktionsfirma "PrimeProductions" und Mitglied des RED NOSE DAY e.V., löste der englische Claim die Initialzündung aus: "Tut was Verrücktes und sammelt Geld!" Die Haltung passte wie angegossen zum Markenkern von ProSieben: Mit Spaß etwas Gutes tun. Wir helfen mit dem, was wir können und lieben: unterhalten! Daran haben sowohl wir von ProSiebenSat.1 als auch die Promis Spaß. Ganz nebenbei lehnte sich das "Rote-Nasen-Konzept" natürlich auch farblich bestens an die Marke an.

Was unterscheidet den RED NOSE DAY von anderen Charity-Aktionen?

Zum einen versuchen wir, die Idee des "Golden Pound" bestmöglich umzusetzen: Das bedeutet, dass nur sehr wenig Geld für Verwaltungskosten wie Buchhaltung verwendet werden muss, die Spendengelder ansonsten komplett für die Förderung von Hilfsprojekten weitergegeben werden. Zudem ist der RED NOSE DAY Verein wie eine Bank konzipiert. Somit kann jedes Jahr neu entschieden werden, welche Projekte mit einem Anteil der gesammelten Gesamtsumme unterstützt werden und wir können bei akuten Notsituationen direkt und schnell helfen. Und: Der RED NOSE DAY schafft es als einzige Charity-Aktion, dass sich junge Spender engagieren.

Was ist für Sie persönlich das Besondere am RED NOSE DAY?

Es ist super mit dem, was ich täglich versuche, nämlich Menschen zu unterhalten, etwas Gutes zu tun! Das geht einfach viel leichter von der Hand und macht Spaß. Auch das Engagement der KollegInnen, die sich für den RED NOSE DAY einsetzen, ist toll. Ob sich Mitarbeiter beim Firmenlauf die Lunge aus dem Leib rennen oder Sonya Kraus nackt durch die Waschstraße fährt.

Warum sollte der RED NOSE DAY auch in Zukunft fortgeführt werden?

Ich finde, dass gerade die Beliebtheit des RED NOSE DAY in der jungen Zielgruppe unser Charity-Event so einzigartig macht. Wir haben es in den vergangenen neun Jahren geschafft, über den einzigartigen Ansatz des RED NOSE DAY, Jugendliche und junge Erwachsene für die Notsituationen Gleichaltriger zu sensibilisieren. Ihre Spenden haben den RED NSE DAY groß gemacht - mittlerweile sind fast 12 Millionen Euro über unsere Charity-"Bank" an Kindernothilfeorganisationen geflossen und haben wichtige, zum Teil lebensnotwendige Projekte unterstützt. Aber auch ein Dank an die Partner aus der Wirtschaft, die geholfen haben, auch das ein oder andere größere Projekt nachhaltig zu begleiten. Mein Wunsch für die Zukunft wären mehr aktive Partner des RED NOSE DAY und eine jährliche Finalsendung in Form einer Gala oder Show, um die tolle Aktion gebührend abzuschließen.

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