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Halte mir jemand den Bauchnabel!

#A4Waist: Die neueste hirnrissige Body-Challenge

Was soll das denn nun schon wieder? Statement gegen ein negatives Körperbild.

Ein neuer "Trend" macht mal wieder im Internet die Runde, der Frauen dazu bringt, sich in ihrem Körper schlecht zu fühlen. Die Rede ist von der #A4Waist Challenge, die angeblich zeigen soll, ob die eigene Taille schmal genug sei (siehe Video). Hierbei halten sich Frauen ein Din A4 Papier hochkant vor den Leib. "Verschwindet" die Taille hinter dem Blatt Papier, sei man angeblich "dünn genug".

Die krampfhafte Erfindung neuer Body-Challenges

Dieser Quatsch schwappt genauso wie #BellybuttonChallenge aus China zu uns herüber und beschert uns reihenweise Fotos von Frauen und Mädchen, die total stolz ihre "Leistung" mit der breiten (oder schmalen?) Öffentlichkeit teilen. Gratuliere, ihr seid genauso dünn, wie ein Blatt Papier! Was sagt das jetzt über diese Frauen aus?

Mal ganz davon abgesehen, sagt diese Challenge mal wieder exakt null über die physische Konstitution eines Menschen aus, also ob er jetzt zu dick, zu dünn, zu viel Fett auf den Hüften oder irgendwie ungesund oder gesund sei.

Das "Konzept" der #A4Waist Challenge scheint auf der Annahme zu beruhen, dass der Taillenumfang im Verhältnis zum Hüftumfang dabei helfen kann, den Gesundheitszustand eines Körpers einzuschätzen. Je mehr Fett man nämlich an seinem Schwimmreifen mit sich herumträgt, desto höher ist das Risiko für Krankheiten, die im Zusammenhang mit Übergewicht stehen. Doch kein Arzt stellt sich vor euch hin und verlangt, dass ihr ein Blatt Papier vor euren Bauch haltet. Es zählt nämlich, wie gesagt, der Umfang im Verhältnis und nicht die Breite, die ja schließlich das einzige ist, was man mit einem Din A4-Blatt messen kann. Und darüber hinaus ist der Taillenumfang bei der Bestimmung des Gesundheitszustandes einer Person nur einer von vielen Aspekten – und nicht etwa ein Stempel, der jemandem das Label "fett" auf die Stirn druckt!

Fazit: Ein weißes Blatt Papier ist definitiv für andere Dinge besser geeignet als dafür, zu bestimmen, ob jemand eine "gute" oder "schlechte" Figur hat. Dem ist also nichts mehr hinzuzufügen, außer:

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