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Food-Hype unter der Lupe

Clean Eating: Was steckt dahinter?

Kaum etwas wird so gehyped wie Clean Eating. Die Versprechen durch die Ernährungsumstellung klingen auch sehr verheißungsvoll: Man soll nicht nur Gewicht verlieren, sondern sich auch rundum viel besser fühlen, reine Haut sowie glänzende Haare bekommen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wir haben uns Clean Eating einmal genauer angesehen.

07.04.2016 17:00 Uhr
Sie isst eindeutig "clean"
© Voyagerix, iStockphoto

Clean Eating: Das Konzept

Zuallererst: Clean Eating ist keine Diät, sondern wie bereits erwähnt ein Ernährungskonzept, das besagt, dass wir nur Lebensmittel zu uns nehmen sollen, die nicht hochverarbeitet und künstlich hergestellt sowie frei von Zusätzen sind. Stattdessen soll nur noch gesund und nährstoffreich gegessen werden. Kurzum: Es wird so einfach und so frisch wie möglich gegessen. Klingt jetzt super theoretisch. Doch keine Sorge, Clean Eating ist keineswegs eine Rohkost-Diät und man muss auch keinen eigenen Gemüsegarten haben und nur noch auf Tauschgeschäfte mit lokalen Bauern setzen, um die Regeln befolgen zu können:

Die Regeln des Clean Eatings

  • Auf tierische Produkte aus Massentierhaltung wird wegen tierunfreundlicher Haltungsbedingungen und dem Einsatz von Medikamenten verzichtet.
  • Sorry: Gebäck, Kekse und Kuchen sind ebenfalls tabu.
  • Das gilt auch für Zucker und zuckerhaltige Getränke sowie Süßtstoffe wie Aspartam.
  • Es sollten nur gentechnikfreie Lebensmittel gekauft werden.
  • Es sollten jeden Tag etwa drei Liter Wasser getrunken werden.
  • Auf Alkohol sollte verzichtet werden.
  • Weizen wird vom Speiseplan gestrichen – lieber auf Hirse, Dinkel, Quinoa und Co. ausweichen.
  • Wenn möglich, sollten Bio-Lebensmittel gekauft werden, um Rückstände von Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden zu vermeiden.
  • Keine Zusatzstoffe wie Konservierungs- und Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Säuerungsmittel, Aromen oder ähnliches. Dazu muss man sich natürlich die Zutatenliste der Produkte, die man abgepackt kauft, genauestens ansehen: Sobald kuriose Fette, Zucker, Weizen oder Zusatzstoffe enthalten sind, solltest du das Produkt liegen lassen. Dabei gilt die Faustregel: Je länger die Zutatenliste, desto schlechter.
  • Fertiggerichte sind nicht per se verboten. Hierbei ist es aber wichtig, die Zutatenliste der Müslimischungen oder Cracker genauestens zu studieren. Bevorzugt werden Bio-Fertigprodukte unter Berücksichtigung der Zutatenliste.
  • Es wird vorgezogen, Soßen, Dressings, Babynahrung, Eiscreme oder Brühen, die man vorher fertig gekauft hat, selbst herzustellen. Clean Eater legen viel Wert darauf, alles frisch herzustellen.
  • Als Clean Eater sollte man regelmäßig essen und dabei am besten Kohlenhydrate aus bspw. Vollkornprodukten mit Eiweiß kombinieren.

Fazit

Eigentlich ist Clean Eating kein Hexenwerk: Achtet man auf naturbelassene Lebensmittel und deren Qualität, dann reitet man sozusagen schon voll auf der Trendwelle mit. Dabei ist Clean Eating eigentlich nichts anderes als die gute alte Vollwertkost – klingt aber deutlich sexier. Da im Grunde auf nichts verzichtet werden muss und das Essen meistens frisch und selbst zubereitet wird, treten auch keine Mangelerscheinungen auf. Doch solltet ihr euch nicht von dem Hype blenden lassen: Viele Blogs versprechen reinere Haut, kein Problem mehr mit Blähungen, weniger Kopfschmerzen, kein Müdigkeitsgefühl mehr und eine generelle Steigerung des eigenen Wohlbefindens. Das entspricht absolut nur den jeweiligen eigenen subjektiven Erfahrungen und entbehren jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Man ernährt sich einfach gesund. Dass dieser Fakt noch durch zusätzliche fantastisch klingende Attribute aufgepeppt werden muss, gehört wohl zum Zeitgeist.

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