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DNS bestimmt den Zeitpunkt

Das erste Mal: Alles eine Frage der Gene

Wann "es" so weit ist, ist irgendwie auch vorherbestimmt.

Der Einfluss von Genen auf das erste Mal
© Fotolia / David Pereiras

Die einen warten damit lieber, die anderen wollen schon so früh wie möglich Erfahrungen sammeln. Das erste Mal ist etwas, das alle Jugendlichen beschäftigt und es gibt kaum ein Thema, worüber in dem Alter häufiger gesprochen wird. Wann der richtige Zeitpunkt für jeden einzelnen von uns gekommen ist, hängt von vielen Faktoren ab. Etwa davon, ob man auf seine "große Liebe" warten möchte, man generell etwas unsicher ist, welche Erziehung man genossen hat, mit welchem kulturellen Background man aufgewachsen ist, oder wie weit der Freundeskreis bei dem Thema schon ist.

Ein Forscherteam um die Studienautoren Ken Ong und John Perry von der Universität Cambridge hat im Rahmen einer Studie  diese Liste nun durch einen weiteren Punkt ergänzt, der einen ganz erheblichen Teil dazu beiträgt, wann wir eigentlich unser erstes Mal haben: unsere DNS. Und auch das Einsetzen der Pubertät ist in unserem Erbgut verankert. Logisch: Wo die Pubertät früher einsetzt, passiert auch das erste Mal tendenziell früher.

Datenvergleich von 386.000 Menschen

Die Wissenschaftler untersuchten das Genmaterial von über 125.000 Teilnehmern, die im Rahmen einer britischen Gesundheitsstudie erfasst wurden. Wie sich herausstellte, konnten bei den Teilnehmern 38 Genvarianten mit dem Alter beim ersten Sex in Verbindung gebracht werden.

Bei den Genvarianten fiel besonders eine Variante des Gens CADM2 auf, die nicht nur Einfluss auf unser Fortpflanzungsverhalten, sondern auch auf unsere Risikobereitschaft hat. Damit geht auch die höhere Wahrscheinlichkeit einher, im jüngeren Alter das erste Mal Geschlechtsverkehr zu haben.

Die Daten aus UK wurden mit Daten von weiteren rund 241.000 Menschen aus Island und 20.000 Menschen aus den USA verglichen. Das ermöglichte den Wissenschaftlern retrospektive Erkenntnisse über mehrere Jahrzehnte hinweg. Hierbei stellte sich heraus, dass der Einfluss durch das Erbgut von den 50ern- bis in die 80er-Jahre konstant war.

Welchen Beitrag leisten die Gene für unser erstes Mal?

Die Wissenschaftler schätzen, dass unsere Gene etwa ein Viertel zum Zeitpunkt unserer Geschlechtsreife und damit letztlich auch zum Zeitpunkt des ersten Mals beitragen. Und woher kommen dann die restlichen 75 Prozent? Können die nur durch soziale und kulturelle Faktoren begründet werden? Eher nicht.

Die Daten aus UK zeigen, dass das Alter beim ersten Mal bei beiden Geschlechtern um etwa zwei Jahre gesunken ist – und hierbei wurden die Jahrgänge 1939 bis 1969 ausgewertet. Diese zwei Jahre sind allerdings noch rein gar nichts, wenn man sich das durchschnittliche Alter bei Eintritt der Pubertät ansieht: Während Menschen im Jahr 1880 durchschnittlich mit 18 Jahren geschlechtsreif wurden, war das im Jahr 1980 bereits mit 12,5 Jahren der Fall. Als Erklärung für diese rasante Entwicklung Richtung "Frühreife" machen die Wissenschaftler unter anderem die Ernährung, die gestiegene Körpergröße der Kinder als auch den gestiegenen Einfluss durch hormonverändernde Chemikalien verantwortlich. Doch die DNS unterstützt diese Entwicklung natürlich. Besitzt also jemand die Veranlagung für eine frühe Geschlechtsreife und kommen dann noch "begünstigende" Umweltfaktoren hinzu, dann verschiebt sich das Alter beim Pubertätseintritt nach vorne.

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