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Achterbahn der Gefühle

On-off-Beziehungen – haben sie eine Chance?

Justin Bieber und Selena Gomez, Katy Perry und John Mayer, Pamela Anderson und Rick Solomon – was haben diese Promi-Paare gemeinsam? Richtig, sie lebten in einer längeren On-off-Beziehung, im Falle von Pam sogar mit zweimaliger Eheschließung. Aber auch Normalsterbliche kennen das Problem: Man verliebt sich, ist im siebten Himmel, bis die Probleme einsetzen und es zur Trennung kommt. Nach einer Weile kann man sich kaum noch an die negativen Seiten der Beziehung erinnern und startet einen Neuversuch – und dieses Muster wiederholt sich dann immer wieder. Warum?

Es klingt wild, romantisch und aufregend – in einer "Amour fou" zu leben wie in den Filmklassikern: Man kann nicht mit- aber auch nicht ohne einander. Das verheißt Leidenschaft, heißen Versöhnungssex und ist vor allem eines ganz bestimmt nicht: langweilig. Die Realität sieht leider meist deprimierender und wenig glamourös aus. Paare, die sich ständig trennen und wieder zusammen kommen, leben in einer so genannten On-off-Beziehung. Auf die Verliebtheitsphase folgt unvermeidlich jedes Mal eine Phase, in der große Beziehungsprobleme aufkommen und sich aufstauen, bis der Konflikt eskaliert. Sei es, dass der eine Partner eifersüchtiger ist als der andere oder die Lebensstile einfach nicht zusammen passen – irgendetwas führt jedes Mal zur Trennung.

Teufelskreis On-off-Beziehung

Warum diese Paare dann immer wieder zusammen kommen, kann unterschiedliche Gründe haben: Einer oder beide Partner können nicht loslassen oder haben Angst, alleine zu bleiben. Menschen, die in eine On-off-Beziehung verstrickt sind, verklären im Nachhinein oft die Beziehung und verdrängen die Probleme, die zur Trennung geführt haben. Dann kommt der oder die Ex vorbei und sieht wieder soooo gut aus – und schon funkt es wieder.

Typisch ist, dass On-off-Pärchen leugnen, ein Problem mit ihrer Auf- und-Ab-Beziehung zu haben. Im Gegenteil, die ständigen Trennungen seien ja ein Zeichen für die Offenheit ihrer Beziehung und sie könnten jederzeit etwas mit jemand anderem anfangen. Das ist aber ein Trugschluss: Partner einer On-off-Beziehung sind die ganze Zeit auf ihre "Amour fou" fixiert und blockieren sich gegen neue Beziehungen, die vielleicht viel glücklicher sein könnten. So stecken sie erst einmal in ihrem Teufelskreis fest.

Zusammen, getrennt, zusammen - aber nicht glücklich

Was sich bei den Promis schon abgezeichnet hat und auch bei normalen Menschen meistens zutrifft: On-off-Beziehungen stehen unter keinem guten Stern. Katy Perry ist jetzt mit Orlando Bloom glücklich, und auch "Biebs" und Selena hatten in der Zwischenzeit andere Partner. Eine On-off-Beziehung macht unglücklich oder sogar krank und wird meistens nur weiter geführt, weil man das Muster nicht mehr durchbrechen kann.

Therapeuten raten On-Off-Paaren dringend, den Grund für ihre ständigen Neuversöhnungen herauszufinden. Meist stecken individuelle seelische Probleme dahinter, z.B. die große Angst, alleine zu bleiben. Nicht die Liebe zum Partner ist es, die zur Versöhnung führt, sondern diese Ängste. Können die Probleme bewältigt werden, sind die Partner meist nicht mehr auf ihre On-off-Beziehung angewiesen. Solltet ihr also jemanden kennen, der sich in einer solchen Beziehung befindet, ratet ihm oder ihr, sich professionelle Hilfe zu suchen. Dann klappt es auch hoffentlich bald wieder mit dem Liebesglück.

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