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Finde es heraus!

Resting Bitch Face: Hast du es auch?

Vom Hollywoodstar bis hin zum Royal – viele Menschen weltweit sind vom Resting Bitch Face betroffen. Was genau versteht man darunter, welche Ursachen hat es und wie kann man testen, ob man selbst davon betroffen ist? Wir haben die Antworten für euch!

Kristen Stewart und die Queen kennt man nicht anders, Lana Del Rey und Anna Kendrick bemühen sich vergeblich, es zu unterdrücken und Victoria Beckham und Kanye West haben es zu ihrem Markenzeichen gemacht. Was diese geheimnisvolle Verbindung zwischen all diesen Menschen sein soll? Ganz einfach: Es ist ein Schicksal – oder sollten wir besser sagen ein Syndrom – das auch Abertausende "Otto-Normalos" mit ihnen teilen und sich deswegen ständig von anderen anhören müssen: "Schau nicht so!" Auch beliebt beim Umfeld: "Lach doch mal!" Und das, obwohl man eigentlich gar nicht schlecht drauf ist und eigentlich nur neutral dreingeschaut hat.

Wenn ihr auch dazu gehört, dann begrüßen wir euch ganz herzlich im elitären Club der sogenannten "Resting Bitch Faces". Warum elitär? Weil die grantige und arrogant wirkende Miene andere nicht gerade dazu einlädt, euch auf Anhieb sympathisch zu finden.

Das Resting Bitch Face hat jetzt eine wissenschaftliche Grundlage

Wie sich jetzt herausgestellt hat, handelt es sich beim Resting Bitch Face keineswegs um einen weiteren schrägen Internettrend, sondern um ein Phänomen im menschlichen Verhalten, das die Wissenschaft durchaus seit längerem beschäftigt.

Genauer gesagt stellten sich die beiden Programmierer Abbe Macbeth und Jason Rogers vom Tech-Unternehmen Noldus Information Technology die Frage: Warum wirken manche Menschen auf den ersten Blick unsympathischer als andere, obwohl ihr Charakter möglicherweise gar nicht diesem Eindruck entspricht? Sie entwickelten letzten Oktober deshalb eine Software, mit der sie die Gesichtsausdrücke von notorisch mürrisch dreinschauenden Stars wie Kristen Stewart, Anna Kendrick und Co. analysierten.

Die Software namens "FaceReader" filtert alle möglichen Emotionen heraus, die sich in der Mimik einer Person wiederspiegeln können. Dazu zählen Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel sowie Verachtung. Auch ein vollkommen neutrales Ergebnis ist möglich. Hierzu analysiert das Programm winzige Muskelbewegungen im Gesicht, die für uns nicht wahrnehmbar sind.

Der Vorteil des Programms: Es ist vollkommen objektiv. Jeder Mensch würde bei der Beurteilung eines Gesichtsausdrucks zumindest zum Teil seinen subjektiven Eindruck einfließen lassen. Mit "FaceReader" wird dieses Problem von vornherein ausgeschlossen.

Resting Bitch Faces: Überführt

Macbeth und Rogers jagten also einige Fotos von neutral schauenden Promis – also Bilder, auf denen sie nicht lächelten – durch das Programm durch. Im Anschluss spuckt es in Prozent die Anteile an Emotionen aus, die in der Mimik erkannt wurden. Spannend: Bei allen, die nicht zum Resting-Bitch-Face-Club gehören, zeigte "FaceReader" zu 97 Prozent den "neutralen" Gesichtsausdruck an. Das Ergebnis bei notorischen Resting Bitch Faces: Hier dominierte stets eine Emotion, die wir alle bereits in der Mimik der betreffenden Personen vermutet haben: Verachtung.

Bislang konnte unser Gehirn diese minimal wahrnehmbaren feinen Unterschiede im Gesichtsausdruck nicht richtig zuordnen. Doch jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die herabgezogenen Mundwinkel, die hochgezogene Augenbraue, der gelangweilte Blick – das alles spiegelt also Verachtung wieder. Kein Wunder, dass die Resting Bitch Faces automatisch als unangenehme Zeitgenossen wahrgenommen werden.

Weibliche Resting Bitch Faces vs. männliche Resting Bitch Faces

Und warum ist es nun so, dass mehr Frauen das Resting Bitch Face an den Tag legen? Wie die Ergebnisse nahelegen, scheint dies nur ein weiterer subjektiver Trugschluss unsererseits zu sein. Denn "FaceReader" hat gezeigt, dass dieser Touch "Bitchiness" zu gleichen Teilen in Frauen- wie in Männergesichtern zu finden war. Dass wir den grimmigen Gesichtsausdruck häufiger bei Frauen wahrnehmen, ist lediglich ein gesellschaftliches Phänomen. Von Frauen werde nämlich erwartet, immer fröhlich auszusehen und zu lächeln, damit sie sich mit anderen verstehen, so Macbeth. Bei Männern ist es demnach gesellschaftlich eher akzeptiert, grimmig dreinzublicken, weshalb das von uns nicht sofort negativ ausgelegt wird.

Übrigens ist die Software jedem frei zugänglich. Das heißt: Seid ihr besorgt, dass ihr ebenfalls unter dem Resting-Bitch-Face leidet, dann lasst euer Foto hier analysieren . Das Ergebnis entlarvt euch sofort. Viel Spaß damit!

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