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Misophonie - der Hass auf Geräusche

Gähnen, Kauen, Lachen - wie normale Alltagsgeräusche zur Qual werden können 

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Im Alltag begegnen uns ständig irgendwelche Geräusche. Was für die meisten Menschen nicht weiter schlimm ist, ist für Menschen die unter Misophonie leiden extrem belastend. Alltagsgeräusche wie zum Beispiel Kauen, Atmen oder Pfeifgeräusche werden zur Qual. Das geht so weit, dass eine starke Intoleranz gegenüber alltäglichen Geräuschen entsteht. Auch die 19-jährige Nadine leidet an dieser Krankheit und zeigt uns, wie sehr diese ihr Leben negativ beeinflusst. Wir sind auch dabei als Nadine Hilfe bei einem Arzt sucht.

Wie oder woran erkennt man die Erkrankung?

Menschen, die von der Krankheit betroffen sind, fühlen sich von bestimmten Geräuschen extrem gestört und entwickeln quasi eine Wut auf diese Alltagsgeräusche. Diese Geräusche werden egal, ob tatsächlich laut oder sogar leise, als sehr intensiv wahrgenommen. Neben Geräuschen können manchmal auch wiederholte Bewegungen (z.B. Körperbewegungen, Herumzappeln), die aus dem Augenwinkel also visuell wahrgenommen werden, Gerüche oder auch Berührungen als störend empfunden werden und zu sogenannten Triggern werden.

Häufig auftretende Trigger sind Gähnen, Kau- und Pfeifgeräusche, klappernde Gegenstände, Uhrenticken, Parfumgerüche, aus dem Augenwinkel beobachtete Abläufe von Bewegungen und viele mehr. Trigger entstehen beispielsweise durch häufiges Zusammensein mit bestimmten Personen und/ oder, wenn man zum Beispiel wiederholt dem selben Geruch oder Laut ausgesetzt ist. Sie verbleiben meist lebenslang im Unterbewusstsein, können aber an Intensität verlieren.

Wie äußert sich Misophonie und was sind die Folgen?

Zu den Symptomen der Misophonie zählen unter anderem Aggressionen und Konzentrationsschwierigkeiten aber auch nervös und verkrampft zu sein oder ein beschleunigter Puls und Schwitzen. Als Folge der Erkrankung entwickeln Betroffene eine extreme Angst davor, den belastenden Geräuschen etc. ausgesetzt zu sein. Es wird versucht sich diesen zu entziehen, so dass Erkrankte nur vermindert gesellig oder sozial isoliert sind.

 

Weitere Infos findet ihr auf: http://www.misophonie.info/

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