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So streitet ihr euch richtig

Staffel 1

Streit gehört in jeder Beziehung dazu. Damit ein Krach nicht gleich das Ende der Partnerschaft bedeutet und ihr richtig streiten lernt, sehr ihr hier, was es zu beachten gilt.

25.09.2016 20:00 | 1:09 Min | © Wundermedia

Richtig streiten: So leidet die Beziehung nicht unter Konflikten

In jeder Beziehung wird die rosarote Brille irgendwann abgesetzt. Klassische Streitthemen sind herumliegende Socken oder vergessenes Geschirr. Natürlich bieten aber auch größere Themen wie die Familie oder Vertrauen und Eifersucht viel Potential für Konflikte. Dabei geht jeder anders mit den negativen Gedanken um: Manche reagieren sofort, um das Thema aus der Welt zu schaffen. Andere sind auf Harmonie bedacht und behalten ihre Frustration lieber für sich oder versuchen dem Streit aus dem Weg zu gehen. Jedoch ist die Angst vor Auseinandersetzungen in der Beziehung unbegründet. Wenn man lernt, richtig miteinander zu streiten – und nicht gegeneinander –, wird die Partnerschaft daran wachsen und sich entwickeln. Wir geben euch interessante Hinweise und Tipps, wie ihr richtig streiten könnt.

Wofür ist Streit gut?

Bevor wir zu den Tipps kommen, ist es hilfreich, sich die positiven Aspekte des Streitens bewusst zu machen: Menschen sind unterschiedlich. Ganz gleich, wie harmonisch die Beziehung normalerweise ist und die Partner leicht vergessen lässt, dass hinter dem „wir“ auch immer noch ein „du“ und „ich“ mit unterschiedlichen Gefühlen, Erwartungen und Bedürfnissen stecken. Wenn die Unterschiede besonders deutlich werden, kommt es auch mal zum Streit. Bei vielen kommt dann die Angst auf, den Partner durch den Streit zu verlieren. Jedoch bieten auch diese Situationen die Möglichkeit, sein Gegenüber und sich selbst ein Stück besser kennenzulernen. Wenn ihr diese Konfliktsituationen gemeinsam löst, wird die Beziehung durch den Streit vielmehr gestärkt als geschwächt. In einer offenen und ehrlichen Beziehung gehört es dazu, sich über Unstimmigkeiten auszutauschen. Es ist in Ordnung, nicht immer der gleichen Meinung zu sein und auch in einer langjährigen Beziehung hat niemand die Fähigkeit, die Gedanken des Partners zu lesen. Direkt anzusprechen, was stört und offen über negative Gefühle dem anderen gegenüber zu sprechen, wirkt vorbeugend. So häufen sich nicht viele Kleinigkeiten an, die dann zu einem großen Krach führen.

Wie geht richtig streiten? - hilfreiche Tipps

Auch wenn es in hitzigen Diskussionen manchmal schwerfällt sachlich zu bleiben, können diese Tipps helfen, den Streit konstruktiver zu gestalten: 

  • Bequem hinsetzen: Insbesondere in emotionalen Situationen sind wir nicht Herr über Gestik und Mimik. Verschränkte Arme oder ein erhobener Finger sind aber Gesten, die vom Partner als Angriff und Abwehr interpretiert werden können. Wenn ihr euch auf die gemütliche Couch setzt und einander zuwendet, zeigt ihr dem anderen, dass ihr offen für seine Anliegen seid.
  • Kompromisse finden und – kuscheln: Klingt komisch? Ist aber so! Forscher haben herausgefunden, dass Paare, die kompromissbereit sind und während des Streits Körperkontakt halten, ihren Streit besser und schneller lösen. Und im Anschluss könnt ihr es euch auf der Couch richtig gemütlich machen. Oxytocin – auch Kuschelhormon genannt - wird nämlich bei Körperkontakt ausgeschüttet und sorgt dafür, dass wir uns zueinander hingezogen fühlen und empfänglicher für die Gefühle des anderen werden.
  • Wortwahl beachten: Beim Streit geht es vor allem darum, wie dein Partner deine Worte versteht und interpretiert. „Du“-Botschaften wirken wie ein Angriff, sodass dein Partner sich zurückzieht oder möglicherweise zum Gegenangriff ansetzt. Erklärst du stattdessen mit „Ich“-Sätzen, wie es dir geht, stößt du viel eher auf Verständnis deines Partners.
  • Ausreden lassen: Zuhören ist ein wichtiges Zeichen von Respekt. Wird man ständig unterbrochen, steigert das die Wut nur und erhitzt die Situation. Genauso, wie du deine Worte loswerden möchtest, will dein Partner das natürlich auch.
  • Grenzen einhalten und Respekt zeigen: Im Rausch der Gefühle fallen öfter Worte, die im nächsten Moment schon bereut werden. Auch wenn es manchmal schwerfällt: Beleidigungen und Vorwürfe helfen nicht. Gerade in längeren Beziehungen kennt man die Schwachpunkte des anderen sehr genau und kann darauf herumreiten. Sachlichkeit und Respekt sollten aber in keinem Streit fehlen, um den anderen nicht nachhaltig zu verletzen.
  • Konkretisieren: Am besten beziehst du dich bei eurem Streit auf eine bestimmte und aktuelle Situation, die dich gerade stört. Ereignisse, die vor ein paar Wochen stattgefunden haben oder Verallgemeinerungen wie, „immer lässt du…“ oder „nie machst du…“ führen zu keiner Lösung und der Streit droht schnell auszuufern.
  • Reflektieren: Nehmt euch nach dem Vertragen einen Moment Zeit, um den Streit Revue passieren zu lassen. Mit abgekühlten Gemütern und etwas Abstand geht das meist einfacher und ihr könnt sachlicher miteinander reden. Was war der eigentliche Grund für den Streit? Wirklich die Aufgabenverteilung im Haushalt oder vielleicht doch das Gefühl von fehlender Aufmerksamkeit und Wertschätzung? So könnt ihr gemeinsam an der Beziehung arbeiten und für den nächsten Streit dazu lernen.

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