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Handysünder am Steuer

Folge 18 Staffel 2014

Das kann teuer werden! Wir haben die Polizei auf einem Streifzug begleitet und mit Erschrecken bemerkt, wie viele Fahrer trotz strikten Verboten hinter dem Steuer ihr Handy bedienen.

27.05.2014 17:00 | 4:51 Min | © ProSieben

Telefonieren am Steuer – teuer und gefährlich

Eigentlich weiß jeder, dass es verboten ist, das Handy während der Fahrt zu benutzen – doch nur die wenigsten halten sich auch daran. Dabei sind sie sich nicht nur des Verbots bewusst, sondern vor allem auch der Gefahr, in die sie sich selbst und auch andere Verkehrsteilnehmer bringen. Die Zahl der Verkehrsunfälle, die durch die Handynutzung am Steuer verursacht wird, steigt von Jahr zu Jahr. Um dem entgegenzuwirken, reagiert die Polizei mit verstärkten Straßenkontrollen. Wer mit  Handy am Steuer erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen. Seit 2017 sogar noch ein bisschen tiefer, denn die neue Bußgeldverordnung bestraft Handy-Sünder noch härter. Wir haben alle Infos für euch.

So leichtsinnig ist das Handy am Steuer

Mich wird es schon nicht treffen – so denken vermutlich die meisten, wenn sie während der Fahrt zum Handy greifen. Dabei belegen Studien das genaue Gegenteil: Das US-amerikanische Virginia Tech Transportation Institute (VTTI) hat nachgewiesen, dass in etwa 70 % aller Unfälle Ablenkung eine Rolle spielt. Dafür wurden die Fahrzeuge von über 3.500 Autofahrern unterschiedlicher Altersklassen überwacht. Schlussfolgernd kommt das VTTI zu dem Ergebnis, dass Telefonieren während der Fahrt die Unfallgefahr um ein Fünffaches steigen lässt, das Lesen und Schreiben von Textnachrichten das Risiko sogar um ein Zehnfaches erhöht.

Handy am Steuer
© pexels / CC0 Lizenz

Handy am Steuer – unnötiges Risiko während der Autofahrt

Nur kurz die eingegangene Nachricht lesen – und schnell darauf antworten. Oder während der Fahrt mal eben nach der kürzesten Strecke schauen – natürlich mit dem Smartphone. Vor allem das Schreiben und Lesen von Textnachrichten ist eine ernstzunehmende Gefahr für Leib und Leben, denn der Blick ist hier deutlich länger aufs Display gerichtet als beim Telefonieren – und wie im Video gesehen, machen genau das etwa ein Drittel der Deutschen. Den Straßenverkehr hier ständig im Blick zu behalten ist da unmöglich, immerhin legt man schon bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h pro Sekunde eine Strecke von 13 Metern zurück – da kann ein Blick aufs Handy lebensgefährlich sein. Nicht nur, aber vor allem jüngere Menschen stehen im Visier der Polizisten, wenn es darum geht, Handy-Sünder während der Fahrt zu erwischen. Dabei greifen aber auch ebenso gestandene Geschäftsmänner und Rentner während der Fahrt zum Handy.

Anpassung der Straßenverkehrsordnung: So teuer ist das Smartphone am Steuer

Bisher besagte Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung nur, dass das Telefonieren am Steuer verboten ist. Da das Smartphone aber immer häufiger auch für andere Zwecke genutzt wird, wurde die StVO nun angepasst: Nun ist also nicht mehr nur das Telefonieren, sonders im Grunde jegliche Handy-Nutzung verboten. Außerdem sind nicht nur Handys und Smartphones vom Verbot betroffen: Auch Tablets und andere digitale Geräte haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Zudem wurde das Bußgeld angehoben: Mussten Handy-Sünder bisher 60 Euro zahlen, sind inzwischen 100 Euro fällig – und in besonders schweren Fällen kann sogar ein Fahrverbot die Folge sein. Gut zu wissen: Das Handy-Verbot gilt immer dann, wenn der Motor läuft. Muss also ein dringender Anruf erledigt werden oder die Nachricht sofort gelesen werden, einfach an der nächsten Möglichkeit anhalten und den Motor abschalten – dann ist man auf der sicheren Seite. Übrigens: Auch beim Fahrradfahren ist das Handy am Ohr oder in der Hand verboten und wird mit Bußgeldern bestraft.

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