Playlist

taff

Mobbing an Schulen: Das Experiment gegen die Ausgrenzung (1)

Folge 16 Staffel 201702

Mobbing und Ausgrenzungen an Schulen entwickeln sich leider zu größeren Problemen und die meisten Lehrer sind dagegen machtlos. Ein Grund warum Anti-Gewalt-Trainer Carsten Stahl ein Experiment entwickelt hat, was bei den Schülern für große Emotionen sorgt.

22.02.2017 17:00 | 9:03 Min | © ProSieben

Mobbing in der Schule – Klare Ansage im Kampf gegen fiese Attacken

Lästereien hinter dem Rücken, offenes Anfeinden und psychische und physische Gewalt – im Schulalltag ist das leider keine Seltenheit. Wie im Video gesehen, werden viele Schulkinder im Laufe ihrer Ausbildung zum Opfer fieser Attacken. Aktionen wie die von Carsten Stahl zeigen, wie massiv die Kinder leiden – und sie zeigen den Opfern auch, dass sie nicht allein sind. Um das Bewusstsein für Mobbing in der Schule , das oft auch als Bullying bezeichnet wird, zu schärfen, sind solche Aktionen Gold wert. Denn nicht nur die Opfer fühlen sich dadurch verstanden, auch den Tätern wird die Tragweite ihrer Mobbing-Attacken erst richtig bewusst. Wie haben Infos zum Thema Mobbing für euch und geben euch Tipps, wie ihr Hilfe bei Mobbing findet.

Wenn niemand darüber spricht: So erkennt man Anzeichen von Mobbing in der Schule

Das größte Problem beim Mobbing: Fast niemand spricht darüber. Mobbing-Opfer ziehen sich meist eher zurück als dass sie sich mit ihrem Problem an Lehrer, Eltern oder Mitschüler wenden. Da ist es nicht immer leicht, zu erkennen, wenn jemand leidet. Es gibt aber ein paar Warnsignale, die darauf hinweisen können, dass etwas nicht stimmt:

- Verschlechterung der Schulnoten: Sacken die schulischen Leistungen plötzlich und ohne erkennbaren Grund ab, kann das ein Zeichen sein, dass ein Kind oder Jugendlicher in der Schule gemobbt wird.

- Kind geht nicht oder nur widerwillig zur Schule: Weigern sich Kinder und Jugendliche über die normale Lustlosigkeit hinaus, in die Schule zu gehen, kann das darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt.

- Kind leidet unter Kopf- oder Bauchschmerzen: Wenn es häufiger vorkommt, dass sich Schulkinder nicht gut fühlen, kann das psychische Ursachen haben. Die Schmerzen sind tatsächlich vorhanden, der Körper reagiert so auf großen Stress und baut einen Schutzmechanismus auf.

- Kind hat keine Lust auf Aktivitäten: Wenn ein Kind auch auf das zuvor heißgeliebte Hobby keine Lust mehr hat, am liebsten alleine in seinem Zimmer sitzt und ausweichend auf Fragen reagiert, scheint etwas nicht in Ordnung zu sein.

- Schlafstörungen: Die Angst vor dem nächsten Schultag und der ständige Stress verursachen oft Schlafstörungen wie Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen.

- Schulsachen verschwinden: Wenn auf mysteriöse Weise Schulbücher, Hefte, Turnbeutel oder Mütze verschwinden, liegt das vielleicht nicht immer an der Schusseligkeit des Kindes. Im schlimmsten Falls wird das Kind von anderen bedroht und angegriffen, damit es die Sachen herausgibt.

- Kind braucht mehr Geld: Für Fahrkarte und Pausensnack reicht das Geld plötzlich nicht mehr aus? Auch hier könnte Mobbing dahinterstecken.

- Kind hat Verletzungen/blaue Flecken: Mobbing kann sich auch in körperlicher Gewalt ausdrücken. Blaue Flecken und andere Verletzungen können ein Anzeichen sein.

Natürlich sind diese Symptome nicht immer auf Mobbing zurückzuführen. Oft stecken ganz andere Ursachen dahinter, doch wenn ihr mehrere dieser Anzeichen entdeckt und diese auch über einen längeren Zeitpunkt auftreten, solltet ihr den Betroffenen in einer ruhigen Minuten vielleicht mal vertrauensvoll zur Seite nehmen und ihm oder ihr Hilfe anbieten. Informationen zum Thema Gefahren im Internet gibt es hier.

Mobbing
© pixabay / CC0 Lizenz

Mobbing: Was tun, wenn man schikaniert und attackiert wird?

So wie Alina im Video geht es vielen Kindern und Jugendlichen in der Schule und in der Freizeit. Wer sich bedroht, belästigt und ausgeschlossen fühlt, sollte bei Mobbing Hilfe in Anspruch nehmen. Ein ernstes Gespräch mit den Eltern kann ebenso helfen wie der Trost von Freunden. Es kann aber ebenso helfen, mit Menschen zu sprechen, zu denen man keinen Bezug hat. Das kann der Vertrauenslehrer sein, der sich dann auch gleich um die Angelegenheit kümmern kann, oder eine anonyme Hotline, die man rund um die Uhr telefonisch erreichen kann. Die haben auch immer ein paar Tipps parat, wie man sich am besten verhalten sollte und welche Maßnahmen ergriffen werden können.

Hier geht's zu Teil zwei des Mobbing-Experiments.

Ganze Folgen nochmal ansehen

taff Livestream