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Forscher haben herausgefunden: Deswegen werden Nippel hart

Das kennt doch jeder von uns. Sobald es kalt wird, stehen sie hervor: die Brustwarzen. Doch warum ist das eigentlich so?

03.09.2016 21:00 | 0:58 Min |

Studie zeigt: Darum werden Nippel hart

Es ist ein völlig normaler Vorgang! Bei Kälte, Gänsehaut oder Erregung verhärten sich die Brustwarzen – bei Mann und Frau. Während man früher davon ausging, dass durch das Zusammenziehen der Brustwarze lediglich die Hautoberfläche verkleinert und so ein Entweichen der Körperwärme verhindert wird, wissen Wissenschaftler heute mehr.

Drei Zell-Arten bei Mäusen entdeckt

In der im Wissenschaftsmagazin „Nature Neuroscience“ veröffentlichten Studie wird deutlich, dass das Erhärten der Nippel durch eine bestimmte Art von Zellen hervorgerufen wird.
Zu dem Ergebnis kam eine Forschergruppe um Allessandro Furlan vom Karolinska-Institut in Stockholm. Die Wissenschaftler untersuchten einzelne Neurone des autonomen Nervensystems – welches unwillkürliche Vorgänge steuert – im Rückenmark von Mäusen auf ihre Genaktivität und stellten dabei fest, dass sich acht Gruppen von Zellen unterscheiden lassen.

Der komplexe Prozess der Signalvermittlung der Zellen fängt bereits in der Gehirn-Region des Sympathikus an und beeinflusst dann viele andere Organe wie Lungen und Herz. Der als „Stress“ empfundene Impuls sorgt dann dafür, dass der Herzschlag erhöht und Energie ausgeschüttet wird. Die Forscher schlossen daraus, dass das sympathische Nervensystem aus unterschiedlichsten Zelltypen besteht, die jeweils für spezifische Vorgänge im Körper verantwortlich sind.

Sie lassen die Nippel hart werden

Besonders zwei Arten von Neuronen sind maßgeblich daran beteiligt Euch die Haare zu Berge stehen und die Brustwarzen bei Kälte, Schauer oder Stimulation hart werden zu lassen. Der Neurotransmitter Noradrenalin aktiviert die Neuronen und regt als Resultat die Haarbalgmuskeln dazu an, sich so stark zusammenzuziehen, dass die Kontraktion der vielen kleinen Muskeln unter der Haut zu der punktuellen Verhärtung führt.
Während man diesen Vorgang an vielen Körperstellen gar nicht oder lediglich als Gänsehaut wahrnimmt, führt er an der Brust zu harten Nippeln.

Die Wissenschaftler um Furlan vermuten, dass die Unterschiede als eine Art Adressierung gemeint sind, die sicherstellt, dass die verschiedenen Körperfunktionen getrennt bleiben. Die Nervenzellen sind übrigens bei der Geburt der Mäuse noch unspezifisch und erfüllen erst später ihre Funktion – das ist auch der Grund, weshalb sowohl neugeborene Mäuse als auch Kinder noch keine harten Nippel bekommen.

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