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Mukoviszidose: Ursachen, Diagnose und Therapie

Bei Mukoviszidose handelt es sich um eine vererbte Stoffwechselstörung. Hier erfahrt ihr mehr über die bislang unheilbare Krankheit, die auch in der taff Wochenserie "Muko 15 - Die Jugendstation" thematisiert wird.

07.11.2016 15:08 | 1:01 Min | © Glutamat

Mukoviszidose: Die wichtigsten Infos zur Krankheit

Bei Mukoviszidose handelt es sich um eine vererbte Stoffwechselstörung. Durch einen Gendefekt ist die Schleimproduktion des Körpers gestört. Dies betrifft vor allem die Lunge, die Bauchspeicheldrüse und die Verdauungsorgane. Durch den zähflüssigen Schleim fällt es den Betroffenen schwer zu atmen. Doch auch die Verdauung ist gestört. Durch die erschwerte Nähstoffaufnahme im Darm kommt es oft zu einer Mangelernährung. Auch der Stuhlgang beritet Schwierigkeiten. Oftmals leiden die Patienten unter Verstopfung. Eine spezielle Ernährung kann hier zu einer Verbesserung führen.

 

Wodurch wird die Krankheit erkannt?

Festgestellt wird die Erkrankung häufig kurz nach der Geburt. Bei den Babys erfolgt der erste Stuhlgang aufgrund der Überproduktion von Schleim erst sehr spät. Ein Test, bei dem der Salzgehalt im Blut bestimmt wird, kann Aufschluss liefern, ob eine Mukoviszidose vorliegt. Früher war dies der einzige verfügbare Test. Mittlerweile kann man auch eine genetische Untersuchung machen, um zu erkennen ob das verantwortliche Gen defekt ist.

 

Wie kann man die Mukoviszidose behandeln?

Behandelt man die Mukoviszidose nicht, kommt es bereits im Säuglings- und Kindesalter zu Lungenentzündungen und wiederkehrenden Infekten der Atemwege, wie chronische Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündungen. Grund dafür ist der zähe Schleim, der in den Bronchien sitzt und dort einen idealen Nährboden für Keime bietet. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Krankheit zu behandeln, heilen kann man sie nicht. Mit spezieller Atemgymnastik kann die Lungenfunktion verbessert werden. Wichtig ist es, den Schleim aus der Lunge zu befördern, Inhalationen können dabei helfen. Atemwegsinfekte müssen gezielt und konsequent behandelt werden. Nehmen die Atembeschwerden zu und die Lungenfunktion stetig ab, kann eine Therapie mit Sauerstoff notwendig sein. Bei besonders schweren Fällen ist eine Transplantation die letzte Rettung. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mukoviszidose-Erkrankten liegt bei 40 Jahren. Das Video liefert weitere wichtige Infos rund um die Krankheit.

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