Gleichberechtigung der Frauen im Wandel der Zeit - Bildquelle: iStock© iStock

Während Frauen noch vor knapp 50 Jahren ausschließlich für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig waren und der Mann das Geld nach Hause brachte und verwaltete, spielen sie heute Fußball, manche davon sogar in der Nationalmannschaft, und trinken Cocktails in der Öffentlichkeit. All das wäre anders, wenn sich gewisse Frauenrechtlerinnen nicht für eine Revolution in Bezug auf die Gleichberechtigung von Männern und Frauen eingesetzt hätten.

Gleichberechtigung der Frau: Früher und heute

Für die Frau von heute ist es hierzulande ganz normal, arbeiten zu gehen, wann und wo sie es möchte. Die Vorstellung einer weiblichen Fachkraft in der Kfz-Werkstatt oder auf dem Bau ist keine utopische Vorstellung mehr, wie sie es noch in den 50ern war. Heute leiten Frauen ganze Unternehmen und kümmern sich parallel um Familie und Privatleben. Sie gehen auf Partys und verwirklichen sich selbst – wenn sie möchten, auch ganz ohne Nachwuchs und Familienplanung. Was für uns mittlerweile völlig normal ist, war noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar. Früher waren es eher Berufe wie Krankenschwester, Lehrerin oder Verkäuferin; denen musste der Mann aber vorab zustimmen, wenn seine Gattin sie ausüben wollte. Heute können die meisten alleine über die Vorstellung solcher Zustände nur den Kopf schütteln.

Frauenrechte: Ab an die Uni

Nicht nur das Berufsleben freut sich über weibliches Fachpersonal, auch an den Universitäten sind die Zahlen weiblicher Studenten in den letzten Jahren stark gestiegen. Während Ende der 60er gerade einmal eine Studentin auf zwei männliche Studenten kam, gibt es heutzutage kaum noch Unterschiede bei der Geschlechterverteilung in den Hörsälen. In Deutschland konnten Frauen zunächst noch keinen Schulabschluss erwerben, der ihnen ein Studium erlaubt hätte. Seit Anfang des 20. Jahrhundert war es ihnen dann möglich. Wer an einer Kunstakademie studieren wollte, musste sich noch zehn Jahre länger gedulden, zu groß war die Sorge um die Moral der Frauen.

Gleichstellung der Frau beim Wahlrecht

Die Beteiligung von Frauen an Wahlen wie der Bundestagswahl ist für uns etwas ganz Selbstverständliches. Doch auch das war nicht immer die Norm: Das Frauenwahlrecht gibt es gerade mal seit dem 12. November 1918. Bei der Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 und der damit verbundenen „reichsweiten“ deutschen Wahl, hatten Frauen erstmals das aktive und passive Wahlrecht. Länder wie Finnland, Australien, Dänemark oder Kanada waren da schneller und haben das Frauenstimmrecht noch ein paar Jahre früher eingeführt. In der Schweiz hingegen dürfen Frauen sogar erst seit 1971 wählen gehen.

Politische Gleichberechtigung im Wandel

Wo es heute bei uns und in anderen europäischen Ländern ganz selbstverständlich ist, sich auch als Frau politisch zu engagieren, war es früher undenkbar. Dieses Recht musste von Frauen über Jahre hinweg hart erkämpft werden. Zwar war es um 1902 Frauen erlaubt, an Parteiveranstaltungen teilzunehmen, von einer weiblichen Wahlbeteiligung konnte da jedoch noch nicht die Rede sein.

Gleichstellung: Gehaltsentwicklung Frau vs. Mann

In der heutigen Zeit gehen fast genauso viele Frauen täglich zur Arbeit wie ihr männlicher Gegenpart, wenn auch viele weibliche Angestellte noch deutlich weniger verdienen als Männer. Zwar ist es für die Entwicklung der Frauenrechte ein wahnsinniger Schritt nach vorne gewesen, dass Frau überhaupt arbeiten darf, gehaltstechnisch ist für viele Frauen und Experten heute aber trotzdem immer noch Luft nach oben. Auch wenn sich der Gehaltsunterschied zwischen weiblichen und männlichen Verdienern in den letzten Jahren merklich verringert hat, so bekommen Frauen immer noch einige Prozentpunkte weniger Gehalt ausbezahlt als ihre männlichen Kollegen. Die Meinungen gehen hier immer noch auseinander, Fakt ist jedoch, dass es sich bei der unterschiedlich hohen Entlohnung von Mann und Frau um ein weltweites Phänomen handelt. Ob die Gründe dafür in den veralteten Rollenbildern liegen, kann man nur vermuten. Dennoch wissen wir jetzt, wie wichtig es ist, für eine so wichtige Sache wie Gleichberechtigung zu kämpfen – alleine der gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung zuliebe.