- Bildquelle: Holger Fichtner © Holger Fichtner

„Der Himmel reißt auf / Der Sog zieht mich raus / In meinen Venen / Spüre ich das Leben.“ Diese Zeile aus der neuen Eisbrecher-Single „Im Guten Im Bösen“ beschreibt die Wirkung dieses Songs eigentlich schon ganz gut. Musikalisch bringt er das zusammen, was das Nebenprojekt der Megaherz-Mitglieder Alexander Wesselsky und Noel Pix schon immer auszeichnete: die Essenz deutschsprachiger Rockmusik, die Wesselsky mit seiner Stimme entschieden geprägt hat, und Pix‘ elektronisch frisierter Rocksound, der Band und Maschine verbindet. Eisbrecher selbst sagen zur neuen Single: „Der Song erzählt die Geschichte vom Guten und Bösen in uns allen, also: Vader vs. Skywalker, Hirn vs. Herz, Maja vs. Thekla, Licht vs. Dunkelheit etc. Ein klassischer EB-Rock-Pop-Song mit Tanzbeinschwingoption und der berühmten ‘Einer gegen alle und sich selbst’-Metapher.“ Eine schöne Auflistung, in der eigentlich nur noch der olle Goethe fehlt, in Sachen: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust …“

Liebe Macht Monster zeigt, dass Eisbrecher die Pandemie-Hängepartie ohne Touren und Festivals gut im Studio genutzt haben, anstatt Frust zu schieben oder der Lethargie in die müden Arme zu fallen. „Der erste wichtige Schritt lautete: Reset all“, erklärt Noel Pix ihren Zugang zum Album. „Um nicht produktionstechnisch in der eigenen künstlerischen Dauerschleife festzuhängen, muss man mitunter Altbewährtes über Bord werfen. Daher sind bei uns alle sorgsam gesammelten Sounds der letzten Jahre im Papierkorb gelandet. Und auch wenn dies ein gelegentlich schmerzhafter Prozess war, am Ende hat er sich hörbar ausgezahlt.“ Wesselsky erkärt, wie dann die interne Qualitätskontrolle aussah: „Für uns galt immer schon: Nur was einen selbst umhaut, kann auch andere wegpusten! Und so ging es einfach los... Bämm! Die ersten Schritte: Zigarette an, Hirn an, Herz an, Computer an, Telefon an, Tür auf, Zigarette an, Zigarette aus, Mikro an... nächster Song!“ Es muss ein recht intensiver Flow gewesen sein, denn am Ende hatten Eisbrecher für „Liebe Macht Monster“, das am 12. März erscheint, satte 14 Songs, die all ihre Stärken ausspielen und trotzdem noch den ein oder anderen neuen Weg einschlagen.

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