- Bildquelle: Boris Breuer © Boris Breuer

Ein bekanntes Lied zu covern ist eine Sache, es in eine andere Sprache zu überführen eine ganz andere. Wie gut das aber funktionieren kann, wenn man es denn richtig macht, hat TV-Moderator und Sänger Giovanni Zarrella schon mit seinem 2019er-Album „La vita è bella“ bewiesen. Da verneigte sich Zarrella zum ersten Mal auf Albumlänge vor der italienischen Heimat seiner Eltern und seiner eigenen musikalischen Sozialisation und übertrug Lieder, die ihm am Herzen liegen, ins Italienische. Schon damals half ihm dabei der bekannte Schlager-Produzent Christian Geller. Zarrella bediente sich dabei im Pop ebenso wie im Schlager und überführte beides in eine cremig-schöne Melange aus Italo-Pop und zeitgenössischem Schlager. Das Rezept kam dermaßen gut an, dass „La vita è bella“ Zarrellas bis dato erfolgreichstes Album wurde und auf Platz 2 der deutschen Album-Charts landete. Außerdem hatte jetzt auch der Letzte verstanden: Giovanni Zarrella ist ein ernstzunehmender, gut gekleideter „Signore“ der Schlagerwelt und schon lange nicht mehr der Ex-Bro’Sis-Bro.

Im April 2021 folgte bekanntlich der zweite Streich mit gleichem Konzept und neuem Reiz: „CIAO!“ hieß das Album. Auch diesmal hat sich Zarrella mit Christan Geller Stücke vorgenommen, die ihm wichtig sind. Zwölf waren es insgesamt, darunter zum Beispiel „Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeih’n“ („BELLISSIMO“), „Er gehört zu mir“ („LEI È SOLO MIA“), „Hinterm Horizont“ („DIETRO L'ORIZZONTE“) und „Tränen lügen nicht“ („LE ROSE BLU“). Auch der ein oder andere Stargast war dabei. So zum Beispiel wieder Pietro Lombardi, der schon beim Vorgänger zu hören war und hier mit Zarrella Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ in den Süden trug. Für‘s eigene künstlerische Profil hatte Zarrella aber auch drei Eigenkompositionen am Start. Der Titelsong selbst war ein Welthit, den wohl jeder schon einmal leicht angetrunken laut mitgesungen haben dürfte: „Ciao“ ist nämlich Zarrellas Interpretation von „Live is Life“. Das Lied von Opus darf noch immer auf keiner Party fehlen und war der größte Erfolg der Band aus der Steiermark.

Auch diesmal war Zarrellas Album ein Riesenerfolg: „CIAO!“ landete aus dem Stand in Österreich und Deutschland auf der 1 und in der Schweiz auf der 2. Nun wird es noch einmal kurz vor Weihnachten in einer vollgepackten Gold Edition veröffentlicht. Satte zwölf Songs hat Giovanni Zarrella dafür neu aufgenommen – und wieder große Hits in seine Muttersprache übertragen. Erster Vorbote und eines von vielen Highlights der Bonus-CD ist die neue Single „Sette ponti devi attraversare“ – im Original „Über sieben Brücken musst du gehn“. Komponiert in Zarrellas Geburtsjahr, machte Peter Maffay das Lied wenig später noch bekannter – und lieferte somit eine Art Lebenssoundtrack, der Giovanni nun schon seit vier Jahrzehnten begleitet. Außerdem nimmt sich Zarrella Hits von Jürgen Drews, Maite Kelly, Roland Kaiser und Sasha vor. Ein emotionales Highlight ist der Klassiker „Piccola e fragile“, den Giovanni mit seinem Vater Bruno Zarrella singt.

Das offizielle Video