- Bildquelle: Ben Baumgarten © Ben Baumgarten

Einmal noch darf man erzählen, wie Georg Stengel einst auf die deutschen Bühnen polterte: 2015 wurde der junge Mann mit der charismatischen Raspel-Stimme zum unerwarteten Publikumsliebling bei „The Voice Of Germany“. Mit einem schrägen Ausdruckstanz und seinem guten Humor schaffte er es zwar nicht in die Battles, dafür überzeugte er das Publikum und eroberte deren Herzen im Sturm. Also stand er 2016 wieder auf der Matte und schaffte es ins Team von Smudo und Michi Beck.

Aber dieser Startschuss ist ja nun eine ganze Weile her. Stengel hat sich längst von der TV-Show freigespielt und gilt als vielversprechender Solokünstler. „Schuld“ daran sind Songs wie „Holterdiepolter“ an der Seite des Duos Anstandslos & Durchgeknallt, seine Debüt-Solo-Single „Mars“, die Ballade „Mein Zuhause“ und diverse Remixe dieser Songs.

Mit „Höher Weiter Schneller“ setzte der Sänger ein Zeichen. Den Text kann man durchaus als Statement von Georg Stengel lesen. Er singt: „Sie wollen höher, weiter, schneller sein. Wie gut unperfekt, zusammen allein. Alle wollen die Welt von oben sehen. Und ich will nur mit dir hier unten stehen“. Verliebte Bodenständigkeit siegt also gegen die inszenierte Selbstoptimierung – eine geradezu erfrischende Sichtweise in unseren Zeiten. 

In seiner neuesten Single „Glaubst du an mich“ spricht er über Freundschaften und Beziehungen, die ein Leben lang halten und betont dabei wie wichtig Vertrauen ineinander ist: „Und wenn du fällst / du weißt ich fang dich auf / auch wenn du da nicht dran glaubst / ich glaub an dich / glaubst du mir auch?“ Dabei setzt er auf den bewährten Stilmix aus Folk und elektronischen Beats.

All diese wichtigen Meilensteine münden nun in Georg Stengels Debütalbum „Wir“ (VÖ: 06.08.2021). Darin lädt der junge Musiker auf eine Reise in seine ganz eigene Gedankenwelt ein und lässt so seinen Traum aus Schulzeiten wahrwerden – ein eigenständiger Singer-Songwriter sein. Mit zwölf Songs blickt der Brandburger auf einige turbulente Jahre seit seiner „The Voice of Germany“-Teilnahme zurück. „Dass ich jetzt da bin, wo ich bin, ist der größte Zufall, den du dir vorstellen kannst“, erzählt er selbst.

Doch „Wir“ steht nicht für ihn allein. Viel mehr sind es gemeinsame Erfahrungen, die der Sänger teilen möchte. „Nicht ich allein hab dieses Album gemacht, sondern WIR“, betont er.

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