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„LIEBE“: So heißt auch das neue Album von Mark Forster, das am 16. November erscheint. „LIEBE“: das ist ein Album, das wirklich zählt. Es ist das Nachfolgewerk zu dem epochalen „Tape“ aus dem Jahr 2016, einer der prägendsten und erfolgreichsten deutschen Pop-Platten der letzten Dekade. Über 400.000 Mal hat „Tape“ sich verkauft – Doppel-Platin –, und Lieder wie „Chöre“ und „Wir sind groß“ klingen uns noch immer im Ohr.
„LIEBE“ schließt umstandslos daran an – und ist doch noch wahrhaftiger, bewegender, größer. Mark Forster schreibt immer noch die tollsten Popsongs, die man sich wünschen möchte. Er ist ein Meister der musikalischen Unmittelbarkeit, der funkelnden Melodien und spannungsreichen dramaturgischen Schlenker – das hat er schon mit der ersten Single-Auskopplung aus dem neuen Album, „Einmal“, bewiesen. Doch klingen seine Songs nie schlicht oder einander ähnlich, dazu ist Mark Forster zugleich zu neugierig, offen und unruhig.

Auf „LIEBE“ gibt es schöne schlichte Lieder mit akustischer Gitarrenbegleitung ebenso zu hören wie opulente Hymnen mit dramatischen Streichern; letztere hat wieder Rosie Danvers arrangiert, die durch ihre Arbeit mit Adele bekannt geworden ist. Gleich das erste Stück „Comeback“ überfällt einen aber auch mit aufgeregt übersteuerten Synthies und einem schön fies gegniedelten Gitarrensolo; „Danke danke“ ist ein hinternkickendes Funk-Stück mit einer besonders lässigen Rap-Einlage von Sido; durch „Irgendwann Happy“ ziehen noch einmal die sommerlich duftenden Rhythmen des Tropical House. „Ich bin ein musikalischer Abenteurer“, sagt Mark Forster von sich, „das ist auch der Grund, warum ich Popsongs schreibe!“ Denn keine andere Musik ist für ihn so offen und frei wie der Pop: „Es gibt ein bis zwei Regeln: Der Song dauert dreieinhalb Minuten, und es ist nicht schlecht, wenn er einen Refrain hat. Aber ansonsten ist alles erlaubt. Alles!“ Da ist es mit Popsongs nicht anders als in der Liebe.

„LIEBE“ ist in London, Florenz und Berlin entstanden. Und in Uganda: Den Refrain von „Einmal“ singt der African Children’s Choir, der berühmteste afrikanische Kinderchor. Mark Forster hat ihn über eine Doku auf Netflix entdeckt, „und ich wusste sofort, mit denen muss ich arbeiten, ich will diesen afrikanischen Chor-Vibe in meiner Musik, darum bin ich mit meinem Team nach Entebbe geflogen“. Auf dieser Reise hat er auch zwei der größten ugandischen Popstars getroffen, Maro und Maurice. Zu dritt sind sie spontan ins Studio gegangen und haben ein Stück eingespielt, „Chip In“, einen wunderbar entspannten und zugleich intensiven Reggae-Rap-Track auf Deutsch, Englisch und in der Bantusprache Luganda. Ein Treffen der Kulturen und Stimmen, gleichberechtigt, respektvoll: Auch das kann ein Ausdruck von Liebe sein.

„LIEBE“ ist polyglott, reich, verspielt und voller Überraschungen; man hört eine Vielzahl von Stilen, Orten und Inspirationen. Aber nichts wirkt hier austauschbar oder beliebig – und das nicht nur, weil die Stimme Mark Forsters, seine Intonation und sein Vibe so charismatisch und unverwechselbar sind. „LIEBE“ ist vor allem ein sehr wahrhaftiges Album; ein Album, das von persönlichen Gegenständen und Geschichten handelt. „Die neuen Lieder sind so nahe an mir dran wie noch nie“, sagt er, „ich singe ganz konkret über mein Leben. Ich erzähle total von mir; man könnte fast sagen, das ist eine autobiografische Platte.“

„Liebe“, sagt Mark Forster: „Das war das Thema, das mich in den letzten Jahren am meisten beschäftigt hat. Ich hab viel über mich und meine Herzenssituation nachgedacht, über mich und meine Freunde, über mich selbst und meine Familie.“ So ist dies ein Album voller Liebeslieder geworden – doch sind das Liebeslieder, die so gar nicht dem überkommenen Junge-trifft-Mädchen oder Junge-verlässt-Mädchen-Klischee entsprechen.
Die Liebe, um die es hier geht, das ist auch: die Liebe, die man für seine besten Freunde empfindet. Oder: die Liebe zu dem eigenen Vater. Von ihr und für ihn singt Mark Forster in „Genau wie du“: einem beim ersten Hören erst ganz einfach wirkenden Song, der aber so lyrisch komplex und emotional reich ist wie wenig anderes, was er bisher aufgenommen hat. „Viele Songs handeln von Menschen, die mir nahestehen“, sagt Mark Forster. „Es gibt aber auch welche, die von mir selbst handeln. Von Dingen, die ich falsch oder richtig gemacht habe. Und wenn man so über sich nachdenkt, dann ist das ja auch eine liebevolle Herangehensweise an sich selbst. Man gesteht sich viel zu selten ein, wer man eigentlich ist. Aber immer, wenn man sich das mal erlaubt, dann ist man liebevoll sich selbst gegenüber.“

„LIEBE“ handelt von der Liebe in allen Erscheinungsarten. Aber das Wort „Liebe“ selbst spielt gar keine besondere Rolle, sogar im Titelsong wird es eher versteckt als gesungen. Und das ist exemplarisch für den ganzen Stil dieses neuen Albums: „LIEBE“ ist nicht nur Mark Forsters bisher wahrhaftigstes Werk; es zeigt ihn auch auf dem Höhepunkt seiner lyrischen Kunst. Er kann nun von Dingen singen, ohne sie immer beim Namen nennen zu müssen; er hat die Unmittelbarkeit seiner Musik um ein Erzählen in Andeutungen und Assoziationen bereichert. Wir wissen, was er meint, auch wenn er es nicht sagt.
„LIEBE“: Das ist das Werk eines Künstlers, der sich selber erkannt hat und der jetzt noch besser weiß, warum die Menschen sich in ihm wieder erkennen. „LIEBE“: Das ist Musik für alle und jeden; und so wie er als Künstler nun zu jedem Menschen zu sprechen vermag, ist Mark Forster zu einem wahrhaft einzigartigen Künstler geworden.

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