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Es ist immer eine schöne Tradition, wenn am Ende des Jahres Musikmagazine, Radiosender, das Musikfernsehen oder Profis wie das Team der „Best Of“ die Highlights ihres Musikjahres zusammenstellen. In diesem Jahr wirkt so ein Best of dann gleich noch mal spezieller, weil wir ja alle schon jetzt wissen, dass wir 2020 so schnell nicht vergessen werden. Und gerade im seltsamen Frühjahr, als das Wetter besser wurde und wir trotzdem aus Sicherheitsgründen drinnen blieben, merkten viele von uns, dass Popmusik tatsächlich die Kraft hat, in unsicheren Zeiten Licht ins Dunkel zu bringen. Dua Lipas „Hallucinate“ und „Physical“ zum Beispiel, waren genau das Disco-Update, das man brauchte, um seinen im Trainingsanzug festgewachsenen Hintern mal wieder in Schwung zu bringen. Und wenn man sich „Supaloneley“ fühlte, wurde das fast zu einem angenehmen Gefühl, weil man ja die tolle Beenee und Gus Dapperton an der Seite hatte, die uns zeigten, was man dagegen tun kann – was wir dann alle bei TikTok teilten. Und wenn man sich mal ein wenig hilf- und kraftlos fühlte, half es, dass einem Dermot Kennedy mit geballter Faust und charismatischer Kratzstimme ins Ohr raspelt, dass wir doch alle hin und wieder „Outnumbered“ sind. Oder aber Katy Perry kam in Gedanken vorbei, um uns einen „Smile“ aufs Gesicht zu zaubern. Der Sommer stand dann ganz im Zeichen von Bob Marley – was eigentlich für jeden Sommer gilt. Dank Robin Schulz und seinem „Sun Is Shining“-Remix sind jetzt allerdings vermutlich auch noch ein paar jüngere Menschen auf den Trichter gekommen. Für die kleine Weltflucht konnte man mit Sam Smith und Burna Boy „My Oasis“ bereisen oder mit Cro und Capital Bra zum „Frühstück nach Paris“.

Mit den Giant Rooks sind auch die spannendsten Indie-Newcomer des Jahres vertreten, die dank Songs wie „Heat Up“ übrigens auch gut im Ausland funktionieren – was bei deutschen Bands, die englisch singen, ja höchst selten passiert. Für die Rap-Fans gibt’s außerdem Joker Bra & Vize („Baby“) und natürlich Shirin David („90-60-111“), die das Jungs-Rap-Game ziemlich aufgemischt hat. Der größte und jüngste Popstar der Welt, Billie Eilish, darf natürlich auch nicht fehlen – sie, die sonst oft in düsteren Gefilden unterwegs ist, klingt in der tollen Ballade „everything i wanted“ fast optimistisch. Und dann gibt es noch die Erkenntnis, die Topchecker natürlich schon länger wissen: K-Pop ist der neue Hot Shit. Hier vertreten durch die Girlgang von Blackpink mit „How You Like That“. Und auch Reggaeton ist schon lange Charts-Material: Hier vertreten durch die Allstar-Kollaboration von J Balvin, Bad Bunny, Tainy und Dua Lipa.

Es gilt als, was für die „Best of“-Hits immer gilt: Für jeden und jede ist etwas dabei.