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Abel Tesfaye wie The Weeknd mit bürgerlichem Namen heißt, hat noch nie ein Geheimnis um seine emotionalen Schattenseiten gemacht: Mit seinen ersten Mixtapes setzte der Künstler durch intensive Beats und düstere Texte neue Maßstäbe im RnB. Es ging um Drogenmissbrauch, existenzielle Krisen und Depression - kein noch so düsteres oder belastendes Thema wurde ausgelassen.

Auch in seinem aktuellen Album "After Hours" geht es um die Abgründe der menschlichen Seele: Eine finstere und schlechte Welt, menschliche Enttäuschungen und The Weeknd fühlt sich als ein großer Teil von alldem Schlechten. Verpackt werden diese - doch eher schwer verdaulichen Themen - in einem 80er Jahre Wave-Pop-mäßigen Sound, der eine trügerische Leichtigkeit mit sich bringt. Mit "After Hours" knüpft The Weeknd an seine bisherigen Erfolge an und geht sogar noch darüber hinaus: Der Kanadier hat ein Album kreiert, dass den glamourösen und schillernden Pop auf der einen Seite, dem dunklen und abgründigen RnB auf der anderen Seite nicht nur gegenüberstellt, sondern zu einem in sich stimmigen Gesamtbild vereint.