Du kennst Westeros und Essos besser als deine eigene Heimatstadt? Die Fehden rund um die Familien Lennister (beziehungsweise Lannister, liebe Fans der Original-Version), Schnee, Stark & Co. haben dir noch nicht völlig den Verstand geraubt? Dann solltest du dich unbedingt mal bei der Universität Hamburg bewerben. Denn dort kannst du jetzt ein "Game of Thrones"-Seminar belegen.

Game of Thrones: Seminar an der Universität Hamburg

Ja, richtig gehört: An der Uni Hamburg bieten der Mittelalterforscher Prof. Dr. Christoph Dartmann und die Kirchenhistorikerin Dr. Barbara Müller jetzt Einblicke in die Fantasy-Mittelalterwelt – und aus von einem völlig neuen, wissenschaftlichen Blickwinkel. Jetzt die schlechte Nachricht: Das Seminar hat bereits begonnen. Der erste Block fand nämlich bereits vom 12. bis 14. Juni 2017 – passenderweise im Kloster Nütschau – statt. Es ist aber durchaus denkbar, dass auch im nächsten Jahr wieder ein kleiner Kreis Interessierter einen tieferen Blick in das "GoT"-Universum wagen darf.

Doch Achtung, liebe Fans: Das wird vielleicht gar keine so lockere Veranstaltung, wie ihr vielleicht denkt. Denn Professor Dartmann ist bekennender Kritiker der Serie. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt spricht er zum Beispiel von "übertrieben dreckigen Settings". Auch das Frauenbild sei nicht wirklich dem realen Mittelalter entsprechend. In seinem Seminar soll es also in erster Linie darum gehen, wie "das Geflecht von Mittelalter-Bilder, Fantasy-Imaginationen, diffusen religiösen Sehnsüchten und Gegenwartsbezügen" auf die reale Gesellschaft übertragbar ist.

"GoT": Seminar für Fans – und Kritiker

Puh. Harter Tobak also. Und sicher kein spaßiges Public-Viewing der neuen Folgen. Immerhin: Die Zulassungsbeschränkungen sind sehr human. So heißt es nämlich, dass man alle Folgen von Staffel Eins bis Staffel Sechs gesehen haben müsse – für wahre Fans doch wohl ein Kinderspiel. Und genau für die ist das Seminar ja schließlich auch gedacht.

Alle Informationen zu dem Seminar und wie es in Zukunft weitergehen soll, kannst du direkt bei der Universität Hamburg nachlesen. Was Ed Sheeran mit der ganzen Sache zu tun hat und warum er sich einen kleinen Shitstorm eingehandelt hat, kannst du im Video ganz oben nachschauen.

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