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Das Statement von Andreas Gabalier (30), dass Frauen nach der Geburt nicht gleich zurück in den Job, sondern ihre Zeit dem Kind schenken sollten, hatte für einigen Wirbel gesorgt. Schnell war von Sexismus die Rede gewesen und dass der Österreicher ein altbackenes Frauenbild vertrete. Im Interview mit dem "Münchner Merkur" stellt sich der Sänger einmal mehr dem Abklopfen seiner Einstellung.

Auf die Frage, wieviel Authentizität und Ironie in ihm stecke, gibt der Alpenrocker zurück: "Authentizität auf jeden Fall. Ich stehe zu dem was ich sage, was ich mache." Das gelte auch musikalisch, wie bei seinem aktuellen Album "Mountain Man". "Ich schreibe meine Songs selber. Der 'Mountain Man' ist natürlich wieder mit einem Augenzwinkern zu sehen. Er soll polarisieren. Aufmerksamkeit schaffen." Wer das missverstehen wolle, der solle das tun: "Also, wer den ernst nimmt und denkt, dass ich mich wirklich als Superheld sehe, der tut mir leid."

Andreas Gabalier sei nun mal ein Typ, der nicht stromlinienförmig sein will. "Ich habe lieber Ecken und Kanten als dass ich mit irgendwas mitschwimme, was gar nicht geht. Das ist meine Meinung, fertig. Das ist ja nicht gesetzt deswegen." In Fällen wie der Sexismus-Debatte werde laut dem "Mountain Man"-Star nach unterschiedlichen Maßstäben gemessen: " Zum Teil wird das in einer doch angeblich so sehr toleranten Welt aufs Wildeste verteufelt. Die Toleranz reicht nur so weit, bis irgendjemand anderer Meinung ist."

Auch die Kritik bezüglichen seines angeblichen Sexismus kann Andreas Gabalier nicht nachvollziehen: "Schwachsinn. Ich sage einfach: Gewisse Dinge von früher waren nicht immer nur schlecht. Natürlich bin ich für Gleichberechtigung." Dennoch stehe für den "Mountain Man" fest: "Dass man in unserer genderverseuchten Zeit bald auf Ideen kommt, wie man im Privatleben vielleicht noch rechtlich festlegen könnte, dass der Mann einmal die Woche den Geschirrspüler ausräumt und die Wäsche aufhängt, das geht irgendwann zu weit."