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Bis Ende Oktober war Benedict Cumberbatch (39) als "Hamlet" am Londoner "Barbican" zu sehen. Nach einer Vorstellung hatte er dort mit dem Publikum über die Flüchtlingsproblematik gesprochen und die zögerliche Reaktion der Politiker harsch kritisiert. Genau solche Aktionen scheinen seinem "Sherlock"-Kollegen Martin Freeman (44) ein Dorn im Auge zu sein.

Auf den Ausbruch angesprochen, erklärte er im Interview mit "Radio Times": "Manche Leute denken, es wäre großartig, wenn Promis dozieren. Andere meinen: 'Ist das dein Ernst? Halt die Klappe und geh zurück an die Arbeit!'" Vor Jahren sei er selbst politisch sehr engagiert gewesen und bis zu einem gewissen Grad sei er es auch heute, führte Martin Freeman weiter aus. Eine öffentliche Wutrede wie die von seinem "Sherlock"-Kollegen Benedict Cumberbatch komme für ihn aber offenbar nicht mehr infrage: "Wir Schauspieler können allzu wichtigtuerisch sein und unsere Bedeutung überschätzen. Aber es ist kein Fehler, ein soziales Bewusstsein zu haben."

Dann stellte der Mime klar, dass diejenigen, die nicht genau wissen, wovon sie reden, lieber den Mund halten sollten: "Es ist hochgradig nervig, jemandem wie mir, der nicht alles weiß, zuzuhören, wie er sich auslässt – der schnellste und berechtigste Weg, mich zu hassen." Trotzdem sei es sein gutes Recht, eine eigene Meinung zu haben, Promi oder nicht.

Inwieweit sich Martin Freeman in seinem Statement nun auf Benedict Cumberbatch bezog, ist nicht klar. Als "Wichtigtuer" wird der sich aber nicht gern bezeichnen lassen. Zum Glück für die "Sherlock"-Fans dürfte noch einige Zeit vergehen, bis sich die beiden am Serienset wiedersehen. Die Dreharbeiten zu Staffel 4 sollen erst im Frühjahr stattfinden, berichtete "Deadline".