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"Fifty Shades of Grey"-Regisseurin Sam Taylor-Johnson (48) wird ihre Reise im Erotik-Genre nicht weiter fortsetzen, wie es aussieht. Stattdessen biegt die britische Filmemacherin möglicherweise ab in spannendere Gefilde. Laut dem "Hollywood Reporter" könnte sie demnächst den Regiestuhl beim Politthriller "Chappaquiddick" besetzen. Produzent des Films über den jüngsten Bruder des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy († 46) ist Mark Ciardi, das hochgelobte Drehbuch stammt von Taylor Allen und Andrew Logan.

Für die durch "Fifty Shades of Grey" zu Weltruhm gelangte Sam Taylor-Johnson wäre es ein Stoff über einen Skandal, der in die US-Geschichte einging. "Chappaquiddick" heißt eine Insel in Massachusetts, auf der am 18. Juli 1969 Senator Ted Kennedy († 77) die Kontrolle über sein Auto verlor. Das Fahrzeug durchbrach die Begrenzung einer Brücke und fiel ins Wasser. Während sich Kennedy ans Ufer retten konnte, kam für Beifahrerin und Mitarbeiterin Mary Jo Kopechne jede Hilfe zu spät. Ted verließ die Unfallstelle und machte erst zehn Stunden später Meldung über den Vorfall. Ted Kennedy erhielt eine Gefängnisstrafe auf Bewährung, wurde aber trotz der belastenden Indizien nicht wegen Totschlags angeklagt. Seine Karriere als Politiker setzte er anschließend fort.

Sam Taylor-Johnson hat bereits Erfahrung mit einem Bio-Pic gesammelt. "Nowhere Boy" stellte den Musiker John Lennon († 40) in dessen Anfangszeit in den Mittelpunkt. Die Dreharbeiten zu "Chappaquiddick" sollen im Frühling 2016 beginnen. Die Regisseurin hätte Zeit, ging sie doch nach Streitereien hinter den Kulissen ihre eigenen Wege und verzichtete auf ein Engagement beim "Fifty Shades of Grey"-Sequel, das ebenfalls nächstes Jahr gedreht wird.