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Nach vierjähriger Filmpause tritt Anke Engelke (49) in "Frau Müller muss weg" erstmals wieder in einer Hauptrolle vor die Kamera. Für das Multitalent sei der Sprung von Fernsehshows auf die große Leinwand jedoch keine große Schwierigkeit. "Beim Spielen selbst setzt man sich damit aber nicht auseinander. Vielleicht ist die Vorbereitung eine andere, man lernt mehr Text am Stück", erklärt Anke Engelke im Interview mit dem Schweizer Newsportal "Watson". Einen Unterschied zwischen beiden Formaten gäbe es dann doch: "Bei so was wie 'Ladykracher' muss ich häufiger umschalten im Kopf. Beim Spielfilm bleibe ich länger auf einer Welle, das schon."

So wie Atze Schröder oder Cindy aus Marzahn (43) nur eine Rolle zu spielen, das könne sich die Protagonistin aus "Frau Müller muss weg" nicht vorstellen. "Das sind Comedians, die haben ein Soloprogramm und ziehen das durch. Ich könnte das nicht, ich müsste sterben, so alleine auf der Bühne zu stehen und zu bestehen." Das bedeute im Umkehrschluss aber nicht, dass Anke Engelke die Arbeit der Kollegen nicht anerkennen würde. "Das zeichnet den Comedian aus. Das muss man auch können."

Sie sei einfach "keine Alleinunterhalterin", um vor einem Millionenpublikum auf der Bühne zu stehen. "Ich spiele. Und wenn ich etwas spiele, sollen die Leute wissen, dass ich etwas spiele. Das ist eine Vereinbarung." Und das sei bei "Frau Müller muss weg" eben nicht anders. "Das bin ja nicht ich da, bei Frau Müller im Klassenzimmer." Aufgrund ihrer Prominenz und der "Stigmatisierung als Komikerin" sei es nach Engelke daher auch für den Zuschauer nicht immer einfach, diese "Transferleistung zu erbringen und auszublenden." Wer sich der Herausforderung trotzdem stellen will, kann das ab sofort tun. "Frau Müller muss weg" läuft seit dem 15. Januar im Kino.