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"Ich nutze kein Streaming", sagte "Hello"-Hitmakerin Adele (28) noch im Dezember 2015 der "Time". Im Interview auf die Streaming-Dienste angesprochen erklärte der Star weiter: "Ich weiß, dass Streaming Musik die Zukunft ist, aber es ist nicht der einzige Weg, Musik zu konsumieren. Ich kann meine Treue nicht gegenüber etwas schwören, von dem ich noch nicht weiß, wie ich dazu stehe." Doch nach sieben verkaufsstarken Monaten hat Adele nun ihre Meinung geändert. Seit heute ist "25" endlich auch für User der Online-Services verfügbar.

Adele ist mit ihrer ursprünglichen Entscheidung gegen das Streaming dabei nicht allein. Trotz der wachsenden Bedeutung der verschiedenen Streaming-Dienste für die Musik-Industrie entscheiden sich immer wieder bekannte Künstler gegen eine Veröffentlichung ihrer Musik bei den Online-Anbietern. So ist beispielsweise Taylor Swifts (26) "1989" bis heute nicht bei Services mit einer Gratis-Version verfügbar. Fans der Band "Coldplay" mussten in der Gratis-Version immerhin eine Woche länger als ihre zahlenden Mit-User auf "A Head Full Of Dreams" warten. Und der Erfolg scheint ihnen recht zu geben: Adeles "25" stellte alleine in der ersten Woche den unglaublichen Rekordwert von 3,38 Millionen verkauften CDs alleine in den USA auf.

"Ich glaube, dass Musik ein Event sein sollte. […] Ich kaufe meine Musik. Ich downloade sie und kaufe eine CD, alleine schon, um damit den Fakt auszugleichen, dass jemand anderes es irgendwo nicht tut", erklärte Adele ihren Standpunkt in der "Time". Die "Hello"-Interpretin spielt damit auch auf die Kritik ihrer Kollegin Taylor Swift gegenüber Streaming-Diensten an. In einem offenen Brief auf Twitter hatte diese deren Praxis kritisiert, Künstler während der dreimonatigen Gratis-Probezeit des Services nicht zu bezahlen. Inzwischen hat sich aber etwas getan und es wurde angekündigt, dass Musiker künftig auch während der ersten drei Monate entlohnt werden sollen.

Vielleicht mit ein Punkt, der zu Adeles Meinungswandel beigetragen hat. Vielleicht lag es aber auch an dem Umstand, dass die Verkaufszahlen von "25" inzwischen etwas rückläufig sind und die Sängerin sich einen erneuten kleinen Push durch die Streaming-Dienste erhofft.