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Wenn da nicht das Goldkrönchen wäre, könnte man in der Skulptur ein Abbild von "Illuminati"-Star Tom Hanks (59) erkennen. Tatsächlich soll die Büste aber Queen Elizabeth II. darstetellen. Der chinesische Künstler Chen Dapeng schuf sie zu Ehren der Regentin und als Zeichen der chinesisch-britischen Aussöhnung. Doch nachdem er das Werk in London enthüllt hat, spottet ganz Großbritannien über seine nicht ganz akkurate Treffsicherheit. "Ich fürchte, sie sieht nicht ganz wie die Queen aus. Das ist das Erste, das einem auffällt", schreibt Kunstkritiker Mark Hudson über die Büste. "Sie ist nicht ganz proportional. Der Hinterkopf ist zu groß und er hat ihr etwas von einem Boxer-Kinn gegeben. Das was herauskam, sieht aus wie Tom Hanks."

Den "Illuminati"-Star hatte der Bildhauer sicher nicht im Sinn, als er drei Monate lang die Vorlage für die Skulptur modellierte. "Dapeng hat mit Fotos und Videos gearbeitet und ich habe ihm eine Keksdose mit einem Relief-Foto der Queen mitgebracht. Er sagte, das sei die nützlichste Vorlage, die er hat", erklärt der Assistent des Künstlers der Zeitung "The Telegraph". Die 20 Kilo schwere Büste von Queen Elizabeth II. ist das größte Stück aus weißem chinesischen Porzellan, das jemals erschaffen wurde. Der Künstler soll 13 Versuche benötigt haben, bis sein Werk intakt war.

Laut Sprecher des Künstlers soll es sich um ein Geschenk an die Monarchin handeln, doch aus dem Buckingham Palast heißt es, man wisse nichts von dem Angebot. Wahrscheinlich ist Queen Elisabeth II. "not amused" darüber, dass das Kunstwerk eher "Illuminati"-Darsteller Tom Hanks ähnelt als ihr selbst. Zumal ihr bei einem Deutschland-Besuch im Juni etwas Ähnliches passiert ist. Bundespräsident Joachim Gauck (75) präsentiere ihr dabei ein Gemälde, das ihren Vater König Georg VI. zeigen sollte. Erkannt hat sie ihn nicht.