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Beim Schreiben, das Kollegah (30) via Facebook präsentiert dürfte es sich allerdings um eine Fälschung handeln. Oder Seperate sollte sich schleunigst einen neuen Anwalt besorgen. Die Zeilen, die angeblich vom Rechtsbeistand des Mainzers stammen, stecken voller Fehler, ungelenker Formulierungen und lassen überhaupt eher den Mandanten schlecht aussehen, als einen Profi vermuten. Inhaltlich wird in dem Schreiben das alte Beef-Thema von 2007 wieder aufgegriffen. Wenig überraschend: Wiederaufgewärmtes bringt auch in diesem Fall nicht mehr Aroma, sondern hat eher einen faden Beigeschmack.

Im Pseudo-Anwaltsschreiben heißt es unter anderem: "Unser Mandant hat sich bereits seit längerer Zeit aus dem Bereich der Rappmusik zurückgezogen." Nicht nur der Fehler bei der Genrebezeichnung, sondern auch der inhaltliche Hinweis, dass der Musiker – der weiterhin sehr wohl Rap-Musik macht – nicht mehr Teil der Szene sei, dürfen als ausgefuchste Finte von Kollegah gewertet werden. Es folgt eine Bezugnahme auf das unsägliche Thema des Intimbereichs von Seperate, auf die "unwahre Tatsachenbehauptung", der Musiker habe nur ein Ei, und ein Zitat aus den Lyrics eines alten "Kollegah-Tracks, und so weiter und so fort.

Natürlich lässt es sich Kollegah auch nicht nehmen, noch höchstselbst das krude Schreiben zu kommentieren und postet: "Ei Ei Ei Seppo ... Warum beschäftigst du dich so intensiv mit meinen Vornamen, für dich heiß ich sowieso nur 'Der, der dein Leben gefickt hat'." Wie auch immer Seperate nun wieder reagieren mag – die Rap-Szene tut mal wieder das, was sie in Teilen so furchtbar gern macht und feiert einen Beef ab, der eigentlich schon längst auf dem Kompost zu Staub geworden ist. Die Biter und Hater werden sich freuen, alle Chiller dürfen gepflegt eine Runde weghören. Unter dem Strich bleibt nicht mehr als die Feststellung: Der Kindergarten lässt grüßen.