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Zwei Tage dauerte der Prozess, aus dem Kollegah (30) am Ende als Gewinner hervorging. Nach einer vermeintlichen Schlägerei in einer Disco war er wegen Körperverletzung angeklagt worden. Ende Juni 2013 soll der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, bei einem Discobesuch in Freilassing in einen Streit mit anderen Partygästen geraten sein.

In einem Bericht des "Spiegel" heißt es: Die Staatsanwaltschaft sei davon ausgegangen, dass der Rapper, der mit seinem aktuellen Album "King" Verkaufsrekorde brach, nach einem Auftritt einen Disco-Besucher niederschlug. Einem Bekannten des vermeintlichen Opfers habe er das Nasenbein gebrochen, als dieser sich einmischte. Kollegah soll sich in Begleitung eines Bodyguards und eines weiteren Rappers befunden haben, berichtet die "Bild". Der Rapper sei beschimpft worden und daraufhin "ausgeflippt". Der Mann, den er geschlagen haben soll, sei allerdings nicht derselbe gewesen, der ihn beschimpft hatte. Als das vermeintliche Opfer bereits am Boden lag, hätten die Angreifer weiter zugeschlagen. Der Mann erlitt Platzwunden und Prellungen.

Die Staatsanwaltschaft soll für das Verbrechen eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung gefordert haben, während die Verteidigung auf Freispruch plädierte. Das Urteil am Ende: Dass Kollegah tatsächlich zwei Männer zusammengeschlagen hat, sei laut Überzeugung des Gerichts nicht erwiesen. Mangels Beweisen sprach das Schöffengericht den Rapper frei.

Mit seinem vierten Studioalbum "King" erreichte Kollegah im Mai innerhalb von 24-Stunden Goldstatus und kletterte an die Spitze der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bis dato ist "King" das erfolgreichste Album des Gansterrappers, der neben seinem Job im Musikbiz Jura an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz studiert.