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In seinem jüngsten Film "Mission Impossible: Rogue Nation" tritt Tom Cruise (53) in einer Produktion auf, die sämtliche Zutaten einer "James Bond"-gemäßen Filmkultur hat. Ob exotische, exklusive Locations, dramatische Verfolgungsjagden durch die Straßen von London, ein Plot, der sich um einen internationalen Schurken dreht, der nach der Weltherrschaft strebt, oder eine heiße Lady, die in dem Ganzen eine größere Rolle spielt. Letztere heißt Rebecca Ferguson (31) und kommt in dem Thriller ganz besonders zur Geltung. Denn das ist der Unterschied zu 007 und Co: Hier ist eine weibliche Hauptfigur unterwegs, die streckenweise den männlichen Helden aussehen lässt wie ihren Sidekick und nicht umgekehrt.

Tom Cruise hat sich laut einem Bericht von "The Guardian" dieser Rolle nicht bloß zähneknirschend gefügt, sondern die Öffnung des Genres für starke Frauenfiguren mit offenen Armen empfangen. "Mission Impossible: Rogue Nation" ist ein Paradebeispiel für ein Heldenabenteuer, in dem die Frau eben nicht nur dafür da ist, von Muskelmännern gerettet zu werden, wie es in Filmen wie "The Expendables" exerziert wird. Eine Entwicklung, der auch andere aktuelle Actionstreifen Rechnung tragen. So ist auch in "Mad Max: Fury Road" Tom Hardy (37) als Held zu sehen, der von der einarmigen Kriegerin Charlize Theron (39) abhängt oder gar gerettet wird.

"Mission Impossible: Rogue Nation" ist nicht der einzige Film, in dem Tom Cruise eine starke Rolle der Frau unterstützt hat. Bereits im Science-Fiction-Flick "Edge of Tomorrow" wurde eine Geschlechter-Dynamik präsentiert, die im Plot unorthodox und unerwartet ihre Kreise zog. Weiter so, mag manch ein Kinofan an dieser Stelle dem US-Amerikaner zurufen – wie sich die Dinge seit "Top Gun"-Zeiten doch ändern können.