Fast jedes Kind dürfte ihn kennen: Winnie Puuh, den kleinen, süßen Bären, der verrückt nach Honig ist. 

Doch die Geschichte des Bären muss jetzt neu geschrieben werden. Denn das frisch erschienene Sachbuch "Finding Winnie: The True Story of the World's Most Famous Bear" enthüllt: Winnie Puuh ist kein Junge, sondern ein Mädchen – zumindest die Bärin, auf die die weltberühmte Cartoon-Figur zurückgeht.

Wo hat die Geschichte ihren Ursprung? Bei einem kleinen Schwarzbär-Baby, das im Jahr 1914 von einem kanadischen Veterinäroffizier gerettet wurde - beziehungsweise von einem Jäger abgekauft wurde. Angeblich für 20 Dollar.

Dieser Offizier soll die kleine Bärin Winnie genannt haben – eine Anspielung auf seinen Heimatort Winnipeg, die Hauptstadt der heutigen kanadischen Provinz Manitoba.

Winnie landet über Umwege im Zoo in London

Winnie wurde Medienberichten zufolge das inoffizielle Maskottchen einer kanadischen Infanteriebrigade. Als der Veterinäroffizier allerdings nach Frankeich umstationiert wurde, landete Winnie im Londoner Zoo.

Die Geschichte wird noch vielschichtiger: Im Zoo war nämlich auch ein kleiner Junge namens Christopher Robin gerne zu Besuch. Dieser Junge soll die Bärin Winnie so sehr gemocht haben, dass er seinen eigenen Plüschbären nach ihr benannt hat.

Und vielleicht ahnt ihr es schon: Der Vater von Christopher Robin war - richtig! - Alan Alexander Milne, auf dessen Büchern die Walt-Disney-Figur Winnie Puuh basiert.

Fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Die Autorin des neuen Sachbuches über Winnie Puuh ist übrigens eine Nachfahrin des kanadischen Veterinäroffiziers und ist deshalb so tief in die Geschichte eingetaucht.