- Bildquelle: dpa © dpa

Unterschiedlicher hätten die nominierten Filme bei den "Oscars 2016" nicht sein können. So war es ziemlich schwierig, vorherzusehen, welcher Streifen am Ende in der Kategorie "Bester Film" das Rennen machen würde. Viele waren der Meinung, dass Leonardo DiCaprio (41) mit seinem Einsatz in "The Revenant" dafür sorgen würde, dass nur dieser Film mit einem Goldjungen ausgezeichnet werden kann. Aber Mark Ruffalo (48) und seine Co-Stars aus "Spotlight" bewiesen, dass ihr Baby einfach ein bisschen besser ist. So setzten sie sich letztendlich gegen die harte Konkurrenz durch und durften sich über einen "Academy Award" freuen.

Sowohl "Spotlight" als auch "The Revenant" schocken auf ihre ganz eigene Weise. "Oscars 2016"-Gewinner Leonardo DiCaprio, der nach langem Warten endlich einen Preis als "Bester Hauptdarsteller" bekam, ging mit den krassen Überlebensszenen an körperliche Grenzen. Mark Ruffalo hingegen versuchte sich journalistisch mit dem Thema Missbrauch in der katholischen Kirche auseinanderzusetzen – nicht weniger harter Stoff. Im Gewinnerfilm wird deutlich, dass es nicht immer leicht ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen und sich gegen große Organisationen wie die Kirche durchzusetzen. Ein echter Schocker folgt im Abspann des Films, hier wird eine schier endlose Liste an Orten aufgezählt, an denen Kinder von Priestern missbraucht wurden.

"Spotlight" ist ein Film mit einer klaren Botschaft, er will aufrütteln und auf das Thema Missbrauch durch Geistliche aufmerksam machen. Ein Thema, das die Menschen schon lange beschäftigt, bei dem aber noch kaum Erfolge nachzuweisen sind. Vielleicht ändert sich das nach dem Sieg bei den "Oscars 2016". Zumindest dürfte nun noch mehr Aufmerksamkeit gewiss sein. Bei so viel Engagement sind Leonardo DiCaprio und die anderen Nominierten sicherlich keine schlechten Verlierer.