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"Spotlight"-Darsteller Mark Ruffalo (48) hat es nicht geschafft. Der Schauspieler aus dem Film über die journalistische Aufdeckung sexuellen Missbrauchs in der römisch-katholischen Kirche von Boston räumte keinen der begehrten "Oscars 2016" ab, der Goldjunge für den "Besten Nebendarsteller" ging an Mark Rylance (56). Wie ernst Ruffalo seinen Job in der Filmbiografie nimmt, hat er erneut bewiesen, als er nur Stunden vor dem Gang über den roten Teppich an einer Protestaktion teilnahm. Wie "The Hollywood Reporter" berichtet, stieß der Hollywoodstar zu einer Gruppe von Menschen, die vor einer katholischen Kirche in Los Angeles demonstrierten.

Der Protest richtete sich gegen die Art und Weise, wie die katholische Kirche mit dem weltweiten Missbrauchsskandal umgeht. Neben Mark Ruffalo waren auch "Spotlight"-Regisseur und Co-Autor Tom McCarthy(49), Co-Autor Josh Singer (44) sowie Mitglieder von "SNAP", dem "Survivors Network of Those Abused by Priests", vor der Kirche in Stellung gegangen. Ihre Forderung: Die Veröffentlichung einer Liste mit den Namen jener, die der Pädophilie verdächtigt werden. Der "Oscars 2016"-Star veröffentlichte anschließend per Instagram das Pic eines Demo-Flyers und postete: "Gerade zurückgekommen von einem Protest mit ’SNAP'."

Letzten Monat hatte Mark Ruffalo im Gespräch mit "People" noch betont, wie stolz er auf "Spotlight" und darauf sei, auf welch "wirklich reife und ernsthafte Weise" der Film das Thema angeht. Zudem beeindruckte ihn, dass in dem Werk die Macht des Journalismus gefeiert wird. "Das weckt uns auf", so der "Oscars 2016"-Nominierte. "Es lässt unseren Respekt dafür wieder auferstehen."