Die ganze Welt ist derzeit heiß auf "Star Wars 7: Das Erwachen der Macht" und freut sich wie Bolle, dass es endlich losgeht. Kult-Regisseur Quentin Tarantino (52) allerdings ist eher stinksauer wegen des Filmstarts.

Grund ist weniger der Film selbst als dessen Produktionsfirma "Disney". Der Unterhaltungs-Riese hat die Spielregeln für ein bestimmtes Kino in Los Angeles im Nachhinein verändern lassen, wodurch Tarantinos neues Werk "The Hateful Eight" nicht zum Zuge kommt.

In der "The Howard Stern Show" macht der Filmemacher seinem Ärger Luft. "Wir sollten im 'Cinerama Dome' ab dem 25. Dezember gespielt werden. Exklusiv für zwei Wochen. 'Star Wars' sollte die zwei Wochen vor uns aufgeführt werden. Ich bin in Los Angeles aufgewachsen, also war es für mich eine große Sache." Dann habe sich die Lage geändert: "'Disney' hat sich plötzlich überlegt: Lass uns doch die kompletten Ferien dort spielen. Also sind sie zum Kino hin und haben ihnen gesagt, sie sollen den Vertrag mit uns vergessen."

Zunächst habe es Widerstand gegen die Macher von "Star Wars 7: Das Erwachen der Macht" gegeben: "'Arclight’, die das Kino besitzen, hat gesagt: Nein, das könnt ihr nicht machen. Wir haben einen Vertrag mit den ’Hateful Eight'-Leuten und wollen es auf 70mm zeigen."

Nun habe sich die Lage gedreht: "Gestern kam ’Disney' zu ’Arclight' und sagte: Nein, ihr werdet ’Star Wars' im 'Cinerama Dome' über die gesamten Ferien spielen. Wenn ihr euch an den Vertrag mit 'Hateful Eight' haltet, werden wir euch nicht erlauben, ’Star Wars', den größten Film der Welt, in irgend einem eurer ’Arclight'-Kinos zu zeigen."

Für Quentin Tarantino nicht zu fassen: "Sie haben den größten Film der Welt und wir reden über ein einziges Kino. Und jetzt tanzen sie aus der Reihe, um mich niederzumachen. Das ist rachsüchtig und reine Erpressung."

Vielleicht gibt es gegen die übermächtige Maschinerie von "Star Wars 7: Das Erwachen der Macht" doch noch einen Hoffnungsschimmer im Fall von Quentin Tarantino. Howard Stern (61) ist sowohl mit Regisseur J.J. Abrams (49) als auch "Disney"-CEO Bob Iger (64) befreundet. Der Journalist hat nun einen öffentlichen Einspruch formuliert, um die Produktionsfirma zum Rückzug zu bewegen. Eine Reaktion darauf gibt es allerdings noch nicht.

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