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Es war ein herausragender Erfolg gewesen, den die erste Staffel der Thrillerserie "True Detective" zu verzeichnen hatte. Matthew McConaughey (45) spielte seine Rolle als Cop geradezu elektrisierend und auch Woody Harrelsons (53) eher geerdete Umsetzung der Rolle war fantastisch. Hinzu kam die Story von Nic Pizzolatto (39) und eine Struktur aus Flashbacks und sonstigen Story-Volten, die ein faszinierendes Puzzle bot. Nicht mehr als logisch, dass die Zuschauer für Staffel 2 ähnlich Großes erwarteten. Colin Farrell (39), Rachel McAdam (36) und Vince Vaughn (45) sind schließlich auch keine Anfänger, Pizzolato ist auch weiter mit an Bord – was sollte da schiefgehen?

Eine Menge, geht es nach den Kritikern, die sich auf die ersten beiden Folgen von "True Detective" Staffel 2 stürzten. Gerard O'Donovan vom "Telegraph" will es "alles schon gesehen" haben, was sich bislang in der Story von Staffel 2 abspielt. Als Beispiel nennt er eine Szene aus Folge zwei, in der Vaughn als Tough Guy in Erscheinung treten soll und auf dem Bett liegend über die Sinnlosigkeit des Geldes philosophiert oder seinen Vater erinnert, der ihn als Junge schlug. Neben dem eher flachen, gewöhnlichen Inhalt sei der Schauspielkollege von Colin Farrell in seiner Rolle eine glatte Fehlbesetzung – er könne auch im weiteren Verlauf der Serie kaum zu einem furchteinflößenden Kriminellen werden.

Das Portal "Hollywood Reporter" sieht schon in der Erzählstruktur bei Staffel 2 gegenüber dem Vorgänger eine große Schwäche. Es fehle bislang das Spiel mit den Zeitebenen, was die Story weniger interessant und dafür erwartbar mache. Auch der Location-Wechsel stößt bei den Kritikern auf wenig Gegenliebe. Der Tausch der erzähltechnisch unverbrauchten Region von Louisiana gegen das mit Story-Traditionen überladene Los Angeles habe die aktuelle "True Detective"-Staffel in eine Sackgasse geführt. Als Silberstreif am Horizont bleibe: Bislang seien lediglich zwei Folgen vorbei und es könnte sich noch einiges zum Guten verändern. So zeige die Charakterentwicklung bie Colin Farrell und Co. erste positive Aspekte.