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"Bin ich schon so weit? Bin ich nicht zu jung? Wird man mich ernst nehmen?", fragte sich die "Wolkenfrei"-Musikerin, als sie die überraschende Anfrage bekam, Jurymitglied bei "Deutschland sucht den Superstar" zu werden. Erst nach dem sie bei den ersten Castings neben Dieter Bohlen (61), H.P. Baxxter (51) und Michelle (43) saß, fiel die Angst und der Selbstzweifel, wie Vanessa Mai im Interview mit der "Welt" erklärte. Schnell bemerkte sie, dass ihr Alter vielmehr dabei helfen könne, neue Talente zu entdecken.

"Ich bin neu in der Branche und kann anders an die Kandidaten rangehen. Viele waren dankbar für meine Tipps. Ich kann mich gut einfühlen." Ihre große Empathiefähigkeit habe den "Wolkenfrei"-Star jedoch oft auch in eine emotionale Zwickmühle gebracht – denn das Neinsagen fällt ihr noch immer sehr schwer. "Ich bin die mit dem Herz in der Jury. Ich sage auch eher mal Ja."

Von Arroganz oder gefühlskalten Starallüren bemerkt man bei Vanessa Mai auch dann nichts, wenn sie mal in ihrer Heimat in Aspach auftreten würde. Für sie sei es trotz nationalem Erfolg eine Ehre im kleinen Erlebnishof "Sonnenhof" vor heimischen Publikum zu spielen, denn "man weiß ja, wo man herkommt", so die "Wolkenfrei"-Sängerin. Anders als viele ihrer Kollegen im Geschäft schätze sie einfach den Moment – über einen Plan B, für den Fall, das es mit der Musik nicht mehr sollte, habe sie sich bis dato keine Gedanken gemacht. Nur eines sei sicher: Ihre begonnene Ausbildung als Mediengestalterin wolle sie nicht mehr fortsetzen. Ihre Fans dürften darüber ganz glücklich sein.